Kulturelle Teilhabe: Kultur barrierefrei erleben

Eine Frau sitzt in einem Kino-, Konzert- oder Theatersaal. Neben ihr steht ihr Langstock. Sie hat Kopfhörer auf und bedient ein Smartphone.

Foto: © Gesellschaftsbilder / Andi Weiland

Ein Museum selbstständig zu besuchen und die Exponate eigenständig zu erleben ist für Menschen mit einer Seheinschränkung in Deutschland bisher noch keine Realität. Auch Theaterstücke, Musicals oder Tanzaufführungen werden nur selten mit einer Audiodeskription - also der Beschreibung der visuellen Handlungen auf der Bühne - angeboten.

Noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass blinde Menschen, die auf die Hilfe eines Führhundes angewiesen sind, diesen mit in Musikhallen, Theater oder Museen nehmen dürfen.

Menschen mit einer Seheinschränkung sind also von einer selbstständigen Rezeption kultureller Angebote so gut wie ausgeschlossen. Dabei ist auch Kultur ein Teil des gesellschaftlichen Lebens, an dem behinderte Menschen gleichberechtigt teilhaben müssen.

Der BSVH engagiert sich in Hamburg dafür, dass der Zugang zu kulturellen Angeboten für blinde und sehbehinderte Menschen verbessert wird. Diese Position vertreten wir beim Runden Tisch "Inklusion" der Behörde für Kultur und Medien. Darüber hinaus stehen wir im stetigen Dialog mit Vertretern der Politik, den Ansprechpartnern der kulturellen Einrichtungen und strategischen Partnern.

Im Rahmen von öffentlichkeitswirk­samen Kampagnen machen wir uns ebenfalls für das Thema stark. So stellte der BSVH nach der Eröffnung der Elbphilharmonie erhebliche Mängel hinsichtlich der Barrierefreiheit fest und machte dies öffentlich. Im Dialog mit den Verantwortlichen konnte anschließend ein konstruktiver Kompromiss für die Zugänglichkeit erarbeitet werden.

Auch am Sehbehindertentag 2018 stand die kulturelle Teilhabe seheingeschränkter Menschen im Fokus: Erfahren Sie mehr über die Kampagne "Sehbehindert im Museum".