Barrierefreiheit: Schlüssel zur Teilhabe

Eine BSVH-Mitarbeiterin und eine sehbehinderte Frau in der Hilfsmittelberatung

Foto: © BSVH/Schwering

Blinde und sehbehinderte Menschen stoßen in ihrem Alltag auf viele Barrieren - im öffentlichen Raum, beim Personennahverkehr oder in der immer präsenter werdenden digitalen Lebenswelt. Es ist deshalb notwendig, dass kompetente Experten Behörden, Ämter und Institutionen beraten und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben kontrollieren.

Dies leistet der BSVH seit Jahren auf unterschiedlichen Ebenen. Beispielsweise durch den Arbeitskreis Umwelt & Verkehr und seinen Beauftragten für Barrierefreiheit, Karsten Warnke.

Seit 2019 berät das "Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg" Behörden, Ämter und öffentliche Institutionen zu allen Fragen der Barrierefreiheit. Der BSVH ist einer der Initiatoren des Netzwerks. Seit 2014 hat der Verein für die Einrichtung dieser Institution gekämpft.

Hintergrund: Vom Beratungsstellen­netzwerk Hamburger Straße zum Kompetenzzentrum für ein barrierefreies Hamburg

1991 wurde in Hamburg zur Förderung der Barrierefreiheit das „Beratungsstellen­netzwerk Hamburger Straße“ gegründet. Diesem gehörten die LAG für behinderte Menschen, der Verein Barrierefrei Leben e.V., der BSVH sowie der Bund der Schwerhörigen an. Außerdem bestand eine enge Zusammenarbeit mit dem Arbeitsstab der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner, und dem Landes-Seniorenbeirat.

Die Experten des Netzwerks berieten und unterstützten durch die Teilnahme an Planungsvorstellungen, Ortsbegehungen, umfassende Stellungnahmen oder der Mitarbeit in entsprechenden Gremien, z.B. beim HVV. Diese Arbeit wurde zu einem großen Anteil ehrenamtlich durch die Selbsthilfe­organisationen geleistet, die Experten stießen dabei stark an ihre Kapazitätsgrenzen. Seit 2014 machten wir uns deshalb gemeinsam mit der LAG für behinderte Menschen und dem Verein Barrierefrei Leben e.V. für die Einrichtung eines Kompetenzzentrums stark.

Das bereits vorhandene Know-how wird hier gebündelt und koordiniert und durch hauptamtliche Stellen weiter entwickelt.

Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum finden Sie unter: http://kompetent-barrierefrei.de/