Hamburg/LAG Hamburg - Mit einem Empfang am gestrigen Montag, 8. Dezember, im Hamburger Rathaus hat der Senat das 50-jährige Bestehen der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e. V. (LAG) gewürdigt. Die LAG gilt als zentrale Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen in Hamburg und hat nach Angaben des Senats seit ihrer Gründung maßgeblich dazu beigetragen, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Auch der BSVH ist Mitglied der LAG. Für die Fortschreibung des Landesaktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sei die Landesarbeitsgemeinschaft ein wichtiger Partner.
Der Hamburger Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks hat auf Facebook ein Video zur Mobilitätswende veröffentlicht, in dem er mit dem blinden Influencer Mr. Blindlife über die Barrieren im ÖPNV spricht. Er ruft außerdem dazu auf, zu kommentieren und Barrieren zu schildern.
Die Komödie Winterhuder Fährhaus bietet dem BSVH zu den Vorpremieren des Theaterstücks „Der Abschiedsbrief“ am 14. und 15. Januar 2026 vergünstigte Karten für 16 Euro an. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 19:30 Uhr. Interessierte können sich bis zum 14. Dezember 2025 per E-Mail an anmeldung@bsvh.org anmelden.
Schwerbehinderte Menschen, die zur kostenlosen Mitfahrt im ÖPNV berechtigt sind, können MOIA unentgeltlich nutzen. Die Registrierung für den Freifahrt-Status erfolgt im MOIA-Integrationsbüro am ZOB Hamburg. Neu ist: Der Freifahrt-Status kann künftig auch online verlängert werden.
Berlin, DBSV - Acht zivilgesellschaftliche Organisationen haben sich mit einem offenen Brief an die Landesminister und -ministerinnen für Verkehr und Soziales gewandt. Sie fordern, den aktuellen Regierungsentwurf zur Änderung der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) sowie zur Straßenverkehrsordnung (StVO) und zum Bußgeldkatalog (BKatV) abzulehnen. Vor den jeweiligen Sitzungen des Verkehrs- und Sozialausschusses im Bundesrat am 3. und 4. Dezember 2025 appellieren sie an die Länder, die geplanten Regelungen grundlegend zu überarbeiten - für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.
Das Inklusionsteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) veranstaltet gemeinsam mit der Norddeutschen Hörbücherei e.V. und dem BSVH einen außergewöhnlichen Literaturabend. Am Mittwoch, 3. Dezember, beginnt im Erika-Haus des UKE (Gebäude W29, Martinistraße 52, 20251 Hamburg) um 18 Uhr eine Lesung, die vollständig im Dunkeln stattfindet. Anlass der Veranstaltung sind das Jubiläum „200 Jahre Braille-Schrift“ und der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Der Eintritt ist frei, Spenden zugunsten der Norddeutschen Hörbücherei und des BSVH werden erbeten.
Jedes Jahr absolvieren rund 70 junge Menschen zwischen 16 und 23 Jahren ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Hamburger Kultureinrichtungen. Auch für Jugendliche mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen gibt es passende Einsatzstellen – mit individuellen Aufgabenprofilen, flexiblen Arbeitszeiten, barrierearmer Raumgestaltung, Arbeitsassistenz und Nachteilsausgleichen. In einer digitalen Informationsrunde am Donnerstag, 11. Dezember 2025, von 18 bis 19 Uhr auf Zoom wird gezeigt, wie ein inklusives FSJ Kultur gelingen kann.
Die neue Produktion STRIPPING BOLERO auf Kampnagel verbindet Tanz, Gebärdensprache, Poesie und sinnliches Storytelling zu einer außergewöhnlichen Performance, die Barrierefreiheit zu einem festen Bestandteil der künstlerischen Gestaltung macht. Für blinde und sehbehinderte Besucher*innen wird die Vorstellung durch eine Live-Audiodeskription zugänglich gemacht. Vor der Vorstellung findet außerdem eine Tastführung statt.
Der BSVH hat einen neuen Podcast veröffentlicht: „WERTE & WANDEL“. Das Format des Projekts WERTE.IT widmet sich aktuellen Fragen rund um digitale Barrierefreiheit und inklusives Management. Ab sofort erscheint alle zwei Wochen eine neue Episode.
Politische Passivität, Desinteresse und Politikverdrossenheit sind häufig beklagte Phänomene unserer Zeit. Aber was ist mit Menschen, die sich in politische Prozesse einbringen möchten und dabei auf Barrieren stoßen? Was hindert speziell die vielen älteren Menschen mit Seheinschränkung an einer vollumfänglichen Teilhabe? Mit einer Veranstaltung in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) diese Frage in den Fokus gerückt und aufgezeigt, welche Potenziale zur Verbesserung der Situation es gibt.
Schirmherr der Veranstaltung in der vergangenen Woche war der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, Tino Sorge, MdB. In seiner Begrüßung hob er die Bedeutung der Früherkennung hervor: "Wenn gesundheitliche Einschränkungen frühzeitig erkannt werden, kann der Sehverlust in vielen Fällen gebremst werden. So bleibt gesellschaftliche Teilhabe länger möglich und die Lebensqualität verbessert sich über viele Jahre."