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Bei Bauarbeiten nahe dem Saarbrücker Schloss wurde in den 1970er Jahren eine Beckenhaube entdeckt, ein eiserner Helm aus dem 14. Jahrhundert. Auf den ersten Blick ist sie tatsächlich nur ein Stück Eisen – stark gealtert, beschädigt und aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen. Und doch ist sie für uns wertvoller als Gold, denn sie gehört zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen mittelalterlicher Rüstungsgeschichte aus unserer Region. Wem gehörte dieser Helm? Wie landete er an seinem späteren Fundort? Und was lässt sich über ein Objekt sagen, dessen Fundkontext vieles offenlässt? Gerade diese offenen Fragen machen die Beckenhaube so spannend. Sie zwingen uns, uns ihr aus verschiedenen Blickwinkeln zu nähern – regionalgeschichtlich, Rüstungskundlich und objektbezogen – und eröffnen so überraschend viele Geschichte(n)
Am 6. August 1870 wurde südlich von Saarbrücken eine der ersten großen Schlachten des Deutsch-Französischen Krieges geschlagen.
Zehn Jahre später erhielt der bekannte Historienmaler Anton von Werner den Auftrag, für den Sitzungssaal des Alt-Saarbrücker Rathauses einen monumentalen Gemäldezyklus zu schaffen, der an die Ereignisse des Krieges erinnern sollte. Eines der eindrucksvollsten Bilder dieses Zyklus ist der „Sturm auf den Spicherer Berg“. Es zeigt den Angriff preußischer Soldaten auf die französischen Stellungen auf den Spicherer Höhen als heroische Schlachtszene, in der sich Heldenposen und dynamische Inszenierung mit erstaunlich ungeschönten Eindrücken von Gewalt, Angst und Tod verbinden.
Die Telefonführung nimmt von Werners Gemälde zum Ausgangspunkt für eine Betrachtung der Schlacht bei Spichern, ihrer künstlerischen Darstellung und ihrer späteren Erinnerung. Dabei widmen wir uns den zahlreichen Details eines Werkes, das als Teil des erhaltenen Saarbrücker Rathauszyklus heute zum Bestand des Historischen Museums Saar gehört.
Telefonführung mit Florian Deller.
Die Buchung erfolgt direkt über die Webseite.
Cora Kelma
Buchungsmanagement "Bei Anruf Kultur"
