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BSVH begrüßt digitale Abstellflächen für E-Scooter – jetzt konsequent umsetzen und Sicherheit stärken
Die Stadt Hamburg plant digitale Abstellflächen für E-Scooter. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) begrüßt diesen Schritt als wichtiges Signal für mehr Ordnung und Sicherheit im öffentlichen Raum, fordert jedoch weitere Maßnahmen für mehr Sicherheit.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass sich die Stadt des Problems annimmt und Lösungen für das Abstellen von E-Scootern entwickelt,“ erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH. „Entscheidend ist jetzt aber, dass diese Maßnahmen flächendeckend umgesetzt werden. Die Abstellflächen müssen zudem so gestaltet sein, dass sie für blinde und sehbehinderte Menschen eindeutig und zuverlässig wahrnehmbar gekennzeichnet sind – also mit dem Langstock taktil tastbar und visuell kontrastreich gestaltet. Nur so entsteht echte Sicherheit und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.“
Für blinde und sehbehinderte Menschen stellen falsch abgestellte E-Scooter seit Jahren ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Immer wieder blockieren sie Gehwege oder liegen im öffentlichen Raum und werden so zu gefährlichen Hindernissen. Bereits in der Vergangenheit hat der BSVH gemeinsam mit Partnern auf diese Problematik aufmerksam gemacht und Maßnahmen eingefordert.
Neben klar geregelten Abstellflächen sieht der BSVH weiteren Handlungsbedarf bei der Nutzung der Fahrzeuge selbst. Insbesondere das verbotswidrige Fahren auf Gehwegen gefährdet Fußgängerinnen und Fußgänger – und damit insbesondere Menschen mit Sehbeeinträchtigung.
Der BSVH fordert daher:
- konsequente Kontrollen des Fahrverhaltens im öffentlichen Raum,
- wirksame Sanktionen bei Verstößen, insbesondere beim Fahren auf Gehwegen,
- sowie eine stärkere Sensibilisierung der Nutzerinnen und Nutzer.
Ansprechpartner
Melanie Wölwer
Pressesprecherin

