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Geschäftsführer heiko Kunert und Pressereferentin Melanie Wölwer werden vom Leiter der Radiogruppe, Ralf Bergner, im Radiostudio des Louis-Braille-Centers interviewt

Foto: © BSVH/Schwering

Weihnachtstheater mit AD im Hamburger Schauspielhaus

Am 23.12.2019 schließt das Hamburger Theaterjahr für das sehbeeinträchtigte Publikum mit dem Klassiker „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ des US-amerikanischen Dramatikers Edward Albee im Hamburger Schauspielhaus mit Live-Audiodeskription ab.

Zum Stück:

Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Ehekrieg erscheint, erweist sich bei genauerer Prüfung als etwas komplizierter: Ein eigentlicher Konflikt zwischen Martha und George, die seit der Uraufführung des Stückes 1962 am Broadway immer wieder in die Arena ihres Wohnzimmers treten, ist nicht einfach zu benennen. Zwar gibt es allerlei Wortgefechte, Beleidigungen, Tiefschläge, die ganze Bandbreite bürgerlichen Ehelebens – die faszinierende Kunst der beiden zunehmend alkoholisierten Protagonist*innen scheint aber gerade darin zu bestehen, Entwurf und Geschichte ihrer komplexen Beziehung ständig zu überarbeiten. Was dabei Fiktion ist und was Wirklichkeit, können nicht nur die beiden ahnungslosen Gäste Nick und Honey nicht entscheiden, auch wir Zuschauer*innen werden darüber im Unklaren gelassen. Konnte man in früheren Zeiten von einer öffentlichen Fassade und den dahinter lauernden Lebenslügen der Eheleute sprechen, verschwimmt hier diese Art Zuordnung völlig: Martha und George sind ein gut eingespieltes Team in einer so kreativen wie vitalen Ehe-Performance. Und ihre eigentlichen Feinde sind möglicherweise die Langeweile einer spießigen Provinz und die Angst vor dem Sterben.

»Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« ist weit mehr als das well-made play, als das es lange galt. Es ist ein Jahrhundertwerk, fulminant in der Wut, rührend in der Traurigkeit, uneinholbar in seiner Unverschämtheit und in seinem Witz.

Mit: Josefine Israel, Matti Krause, Maria Schrader und Devid Striesow
Regie: Karin Beier
Bühne: Tomas  Dreißigacker
Kostüme: Maria Roers
Licht: Annette ter Meulen
Ton: Shorty Gerriets
Musikalische Beratung: Jörg Gollasch
Choreographische Mitarbeit: Valenti Rocamora i Tora

Dauer der Vorstellung: 2 Stunden ohne Pause

Ort:
Deutsches Schauspielhaus Hamburg
h2>Live-Audiodeskription Folgende Vorstellung findet mit Live-Audiodeskription statt: Montag, den 23.12.2019 um 19.30 Uhr

Text: Hela Michalski, Marit Bechtloff
Redaktion: Jirko Michalski
Sprecherin: Marit Bechtloff

Gefördert wird die Audiodeskription von der Behörde für Kultur und Medien – Referat für integrative Projekte und dem Verein „Freunde des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg e. V.“

Ansprechpartner

Melanie Wölwer

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

(040) 209 404 29
m.woelwer@bsvh.org

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