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25. März: Informationen zur Corona-Krise

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

auch heute - und ab sofort immer montags, mittwochs und freitags - senden wir Ihnen wieder einige Informationen zur Corona-Situation:

Wir sind für Sie da – nun auch mit Infos für Menschen ohne Internet

Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten mit wichtigen Infos zu versorgen. Daher können Sie diesen Newsletter nun auch analog per Telefon abhören. Rufen Sie dazu das Infotelefon des BSVH unter Tel. (040) 209 404 66 an. Hier wird Ihnen immer die aktuelle Ausgabe vorgelesen.

Bitte weisen Sie auch Nichtmitglieder auf unsere Infos hin – auch sie können sich für unseren Newsletter anmelden, unsere Nachrichten per RSS-Feed abonnieren oder unser Infotelefon anrufen! Wir hoffen, dass wir damit möglichst vielen Menschen hilfreiche Informationen geben können.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen weiterhin persönlich telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org.

Die direkten telefonischen Durchwahlen finden Sie unter

https://www.bsvh.org/ansprechpartner.html

Zugänglich kommunizieren in Corona-Zeiten

Marco Zehe ist IT-Spezialist, Blogger und Mitglied im BSVH. Auf seinem Blog hat er einen hilfreichen Artikel darüber veröffentlicht, welche Kommunikationswege derzeit gut nutzbar sind, um soziale Kontakte zu Familie und Freunden aufrechtzuerhalten, aber auch, um sich auszutauschen. Er gibt einen sehr guten Überblick über Software, mit der dies für Menschen mit Behinderungen gut funktioniert:
https://tinyurl.com/v5pxhuz

Sehende Unterstützung mit WhatsApp

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) hat einen Tipp veröffentlicht, wie Sie auch von zuhause aus um sehende Unterstützung im Alltag bitten können. Sie können dafür einen WhatsApp Videoanruf nutzen und eine sehende Person Ihres Vertrauens anrufen. Tätigen Sie einen WhatsApp Videoanruf, richten die Kamera des Smartphones auf den Gegenstand, zu dem sie Informationen benötigen, und die sehende Person beschreibt Ihnen, was sie grade auf ihrem Smartphone sieht. Dies kann z.B. eine Packung Medikamente oder eine Konservendose sein.

Sie können auch Gegenstände wieder auffinden, in dem sie langsam einen Raum abfilmen und die sehende Person ihnen beschreibt, was sie gerade sieht.

Sie benötigen für WhatsApp Videoanrufe ein Smartphone mit eingerichtetem WhatsApp. Vergewissern sie sich, dass sie eine stabile Internetverbindung haben, wenn sie Videoanrufe tätigen oder annehmen.

So funktioniert es:

  1. Öffnen sie einen Chat mit dem Kontakt, den sie anrufen möchten.
  2. Tippen sie auf Videoanruf.
  3. Alternativ sagen sie ihrem Sprachassistenten z. B. „Rufe Maier per WhatsApp Videoanruf“ an. Dieser wird dann die Verbindung automatisch herstellen.
  4. Bei WhatsApp Videoanrufen ist die sogenannte Front -Kamera ihres Smartphones aktiv.
  5. Sie können, während der Videoanruf aktiv ist, ganz normal mit der angerufenen Person sprechen.
  6. Nach Beendigung der Hilfeleistung beenden sie den WhatsApp Videoanruf.

Warnung vor Cyber-Kriminalität

Leider müssen wir Sie heute auch wieder vor einer aktuelle Betrugsmasche warnen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Information herausgegeben (Auszug):

Die Corona-Krise nimmt Einfluss auf die Methoden von Cyber-Kriminellen. So warnt die Verbraucherzentrale NRW zum Beispiel vor gefälschten E-Mails der Sparkasse, worin Kundinnen und Kunden zur Eingabe ihrer persönlichen Daten aufgefordert werden. Die E-Mail gibt vor, dass die Übermittlung persönlicher Daten an die Sparkasse notwendig sei, um in Zeiten der Corona-Krise auch per Chat mit der Bank in Verbindung bleiben zu können. Über einen Link werden Betroffene auf eine authentisch aussehende Eingabemaske geleitet, die die Daten nach der Eingabe direkt an Betrüger sendet.

Damit Sie darauf vorbereitet sind, was in der kommenden Zeit außerdem auf Sie zukommen könnte, haben wir eine Liste potentieller Bedrohungen erstellt:

  1. Seien Sie vorsichtig bei E-Mails von fremden Adressen, die Links zu angeblichen Programmen für die Arbeit im Home Office oder zur Videotelefonie enthalten.
  2. Installieren Sie Anwendungen nur nach Prüfung und aus den Originalquellen, also beispielsweise den Appstores. Sollten Sie beruflich zu einer Installation aufgefordert werden, prüfen Sie an entsprechender Stelle die Richtigkeit der Angabe mit einem Anruf. Dazu sollten Sie keine der Telefonnummern aus der E-Mail verwenden, sondern stets über firmeninterne Telefonbücher oder Intranetangaben recherchieren.
  3. Sehen Sie sich bei jeder E-Mail die Absenderadresse genau an. Zwar ist es möglich, original erscheinende Adressen zu fälschen, oft handelt es sich jedoch um fehlerhaft erstellte Adressen, die Ihnen eine eindeutige Warnung sein können.
  4. Gefahr besteht auch bei E-Mails, die Ihnen nahelegen, persönliche Daten wie Passwörter oder Zahlungsinformationen zu übermitteln.
  5. Keine seriöse Organisation, egal ob Finanzinstitut, Behörde oder Unternehmen befragt Sie nach persönlichen Daten per E-Mail oder Telefon. Seien Sie immer skeptisch, wenn Sie auf diesen Wegen zu einer Eingabe aufgefordert werden. Löschen Sie im Verdachtsfall die betreffenden E-Mails und klicken Sie keinesfalls auf enthaltene Links. Ausweiskopien sollten Sie niemals per E-Mail übermitteln.

Passen Sie gut auf sich auf!

Ihr BSVH-Team

Ansprechpartner

Melanie Wölwer

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

(040) 209 404 29
m.woelwer@bsvh.org

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