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23. März: Informationen zur Corona-Krise

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

auch heute senden wir Ihnen wieder einige Informationen zur Corona-Situation:

Was bedeuten die Verhaltensregeln für blinde und sehbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?

Die Bundesregierung hat in einer Pressemitteilung am gestrigen Sonntag das gesellschaftliche Leben weiter eingeschränkt und klare Verhaltensregeln für die Menschen festgelegt. Manche davon, wie das Abstandhalten sind für blinde und sehbehinderte Menschen durch den spezifischen Assistenzbedarf schwer einzuhalten. Vor allem für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellt sich zunehmend die Frage nach der Vereinbarkeit.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) weist darauf hin, dass die derzeitige Situation Arbeitnehmende nicht automatisch berechtigt, ihrer Arbeit fernzubleiben. Das gilt auch für blinde und sehbehinderte Menschen.

Wenn blinde und sehbehinderte Menschen aufgrund der behinderungsbedingten Schwierigkeiten (Erfordernis Gegenstände zu berühren, Schwierigkeiten bei der Reduktion von sozialen Kontakten wegen erforderlicher Assistenzleistungen) die Ansteckung fürchten, können sie versuchen, mit ihrem Arbeitgeber alternative Lösungen zu finden: Dazu gehören beispielsweise Homeoffice, kreative Arbeitszeitmodelle, Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten.

Auch wenn Homeoffice als eine Möglichkeit, soziale Kontakte zu minimieren, immer wieder empfohlen wird - ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht derzeit nicht. Es ist im Einzelfall zu klären, ob es beim jeweiligen Arbeitgeber eine Betriebsvereinbarung zum Homeoffice gibt oder ein bestehender Tarifvertrag dazu Regelungen enthält.

Sollte jemand zu einer Risikogruppe gehören, sollte mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufgenommen werden, um die Arbeitsfähigkeit abzuklären.

Des Weiteren verweist der DBSV auf die Hinweise für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) unter dem folgenden Link:

https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/informationen-corona.html

Hier geht es zum Beispiel um das Kurzarbeitergeld, Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung, arbeitsrechtliche Hinweise etc.

Landeskriminalamt warnt vor Corona-Enkeltrick

Kriminelle denken sich derzeit neue Wege aus, um Menschen in der Corona-Krise zu bestehlen. Am Telefon geben sich Betrüger unter anderem als erkrankte Angehörige aus, die Unterstützung benötigen. Das LKA rät bei einem solchen Anruf: Sprechen Sie nicht über Details zu familiären oder finanziellen Verhältnisse mit unbekannten Anrufern. Wenn man einen Betrug vermutet, solle man die Polizei unter 110 kontaktieren. Mehr dazu in einem Artikel von Spiegel online: https://tinyurl.com/wqejpph

Auch wenn jemand unangekündigt bei Ihnen klingeln sollte und sich beispielsweise als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin des Gesundheitsamts ausgibt, gilt: Lassen Sie niemand Unbekanntes in Ihre Wohnung und verständigen Sie die Polizei.

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Wir sind für Sie da

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen telefonisch und per E-Mail weiterhin zur Verfügung. Sie erreichen uns unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org. Die direkten telefonischen Durchwahlen finden Sie unter

https://www.bsvh.org/ansprechpartner.html

Passen Sie weiterhin gut auf sich auf!

Ihr BSVH-Team

 

Ansprechpartner

Melanie Wölwer

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

(040) 209 404 29
m.woelwer@bsvh.org

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