Deutscher Preis für Audiostories wird 2026 nicht verliehen
Berlin/DBSV - In diesem Jahr wird es keine Verleihung des Deutschen Preises für Audiostories geben. Das teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit. Grund ist der Ausstieg der Film- und Medienstiftung NRW (FMS) aus der Trägerschaft und Umsetzung des traditionsreichen Preises.
Der DBSV kann als gemeinnützige Selbsthilfeorganisation die alleinige Trägerschaft nicht übernehmen und die Veranstaltung ohne weitere Partner weder finanziell noch personell umsetzen. Für eine Preisverleihung im Jahr 2027 sucht der Verband deshalb nach neuen Partnern.
Der Deutsche Preis für Audiostories geht auf den Hörspielpreis der Kriegsblinden zurück, der 1950 gegründet wurde und seit 1952 jährlich herausragende Original-Hörspiele auszeichnete. Von 1952 bis 2019 war der Bund der Kriegsblinden (BKD) Träger des Preises. 1994 kam die Film- und Medienstiftung NRW hinzu, 2020 übernahm der DBSV die Mitträgerschaft vom BKD.
Im vergangenen Jahr wurde der traditionsreiche Hörspielpreis neu ausgerichtet und in Deutscher Preis für Audiostories umbenannt. Mit drei Preiskategorien öffnete sich der Wettbewerb erstmals auch für Podcasts und weitere Formen des kreativen Audioerzählens.
Anfang 2026 zog sich die Film- und Medienstiftung NRW nach mehr als 30 Jahren aus der Trägerschaft und Umsetzung zurück. Ob der Preis 2027 fortgeführt werden kann, hängt nun auch davon ab, ob neue Partner gefunden werden.
Aktuelle Informationen gibt es unter www.hoerspielpreis.info.
Ansprechpartner
Melanie Wölwer
Pressesprecherin

