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29. April: Informationen zur Corona-Krise

Liebe Mitglieder, liebe Ratsuchende,

heute informieren wir Sie über die Schritte zur Öffnung des Louis-Braille-Centers, die neuen Infektpraxen in Hamburg und über ein DBSV-Projekt zu Alternativtexten.

Wie es beim BSVH weitergeht

Viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens sind nach und nach wieder für Menschen zugänglich. Und auch wir beim BSVH möchten so bald wie möglich auch persönlich wieder für unsere Mitglieder und Ratsuchende da sein können. Der BSVH erstellt deshalb derzeit ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept für das Louis-Braille-Center (LBC). Die Anforderungen zum Schutz sind hoch, insbesondere weil rund zwei Drittel unserer Mitglieder und Ratsuchenden im Seniorenalter sind und somit zur sog. Risiko-Gruppe gehören. Vor diesem Hintergrund kann die Wiedereröffnung des LBC nur vorsichtig und schrittweise erfolgen, um mögliche COVID-19-Erkrankungen soweit wie irgend möglich zu verhindern. Wir bitten daher um Verständnis dafür, dass es noch voraussichtlich mehrere Wochen dauern wird, bis die meisten Vereinsangebote stattfinden können.

Hauptamtliche individuelle Beratungen und der Hilfsmittelverkauf werden ab dem 11. Mai 2020 im LBC angeboten. Eine vorherige Terminvereinbarung ist in jedem Einzelfall zwingend erforderlich, um die Anzahl der Anwesenden in unseren Räumlichkeiten steuern zu können. Der Offene Dienstag kann daher vorerst nicht stattfinden. Persönliche Beratungstermine werden nur in den Fällen vergeben, in denen eine angemessene Beratung nicht am Telefon oder per Mail möglich ist. Um die Anforderungen an den Mindestabstand sicherzustellen, können unter Umständen bestimmte Beratungen vorerst nicht stattfinden. Welche das genau sind, ist noch festzulegen.

Ratsuchende sind im LBC - sofern es ihr Gesundheitszustand erlaubt, verpflichtet, einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen.

Kleinere Gruppen-Treffen sind voraussichtlich ab dem 25. Mai wieder möglich. Hierzu informieren wir Sie konkret in zwei Wochen.

Zehn neue Infektpraxen in Hamburg

In der vergangenen Woche haben zehn sogenannte Infekt-Praxen in Hamburg ihre Arbeit aufgenommen. Sie sind Anlaufpunkt für Menschen mit möglichen Covid-19-Symptomen - allerdings nur nach telefonischer Terminabsprache. Über eine Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (KVH) wird Menschen mit Corona-Verdacht ein Termin in der nächstgelegenen Infektpraxis vermittelt. Sie erreichen die Hotline unter Tel. (040) 228 02-930.

Bei auftretenden grippeähnlichen Symptomen in Verbindung mit Kontakt zu erkrankten Personen soll der Hausarzt oder der Arztruf Tel. 116 117 telefonisch kontaktiert werden. Bitte suchen Sie wegen der hohen Ansteckungsgefahr nicht direkt eine Praxis oder Klinik auf. Patientinnen und Patienten, die schwerere Symptome haben oder nicht mobil seien, werden ebenfalls über den Arztruf betreut und gegebenenfalls zu Hause getestet.

DBSV sucht Testpersonen für Projekt zu Alternativtexten

In Facebook, Instagram und Twitter werden viele Bilder verwendet und oft übermitteln sie wichtige Informationen. Um blinde und sehbehinderte Menschen nicht auszuschließen, gibt es die Möglichkeit, Bilder mit einem Alternativtext zu beschreiben und sie dadurch zugänglich zu machen.

Leider wird diese Möglichkeit viel zu selten genutzt. Ein weiteres Problem ist die Qualität von Bildbeschreibungen. Oft bestehen sie nur aus einem Wort, so dass Menschen mit Seheinschränkung wichtige Informationen vorenthalten werden. Um diese Situation zu verbessern, hat der DBSV mit Förderung der Aktion Mensch ein Projekt gestartet.

Zunächst soll mit einer Online-Umfrage erforscht werden, wie Alternativtexte idealerweise zu gestalten sind. Daraus werden in einem zweiten Schritt konkrete Hilfen zur Erstellung von Bildbeschreibungen für Soziale Medien abgeleitet. Schließlich soll eine Kampagne zu mehr und besseren Alternativtexten führen.

Speziell für die beiden ersten Projektschritte braucht der DBSV blinde und sehbehinderte Testpersonen. Wenn Sie Facebook oder Instagram oder Twitter nutzen und mit dem DBSV für mehr und bessere Alternativtexte sorgen möchten, melden Sie sich bitte bei Antje Olzem und Volker Lenk. Corona-bedingt sind sie am besten per E-Mail an twitter@dbsv.org zu erreichen - wenn Sie lieber telefonieren möchten, rufen sie gerne zurück!

Wir sind für Sie da – digital und analog

Uns ist es sehr wichtig, möglichst viele blinde und sehbehinderte Menschen in diesen Zeiten mit den nötigen Informationen zu versorgen. Bitte weisen Sie auch Nichtmitglieder darauf hin.

Sie erhalten unseren Krisen-Newsletter über unterschiedliche Wege:

Newsletter: Schreiben Sie eine Mail an n.antlitz@bsvh.org oder melden sich auf unserer Website an.

RSS-Feed: Geben Sie die Adresse https://www.bsvh.org/share/bsvh-news.xml in den RSS-Reader ein.

Infotelefon: Rufen Sie an unter Tel. (040) 209 404 66, dann wird Ihnen der Newsletter vorgelesen.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen Ihnen weiterhin unter Tel. (040) 209 40 40 und E-Mail: info@bsvh.org zur Verfügung.

Passen Sie gut auf sich auf!

Ihr BSVH-Team

Ansprechpartner

Melanie Wölwer

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

(040) 209 404 29
m.woelwer@bsvh.org

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