111 Jahre BSVH

Die Selbsthilfe-Organisation der blinden und sehbehinderten Menschen in Hamburg feiert Geburtstag.

Auf der Illustration sind auf grünem Hintergrund mehrere Figuren mit Langstock oder Führhund. Eine Figur mit Lupe liest auf einem Schild "111 Jahre BSVH"

Foto: © BSVH/Inkl.Design

1909 als „Verein der Blinden von Hamburg und Umgegend“ gegründet, feiert der BSVH am 4. Januar 2020 seinen 111. Geburtstag. Seit jeher unterstützt er Betroffene und deren Angehörige bei der Bewältigung eines Sehverlusts.

Wir helfen den Menschen mit fachlicher Kompetenz, dem Austausch unter Gleich­betroffenen und einem großem Beratungs- und Dienstleistungs­angebot. Wir geben ihnen neuen Lebensmut und tragen maßgeblich zur Verbesserung ihrer Lebens­situation bei.

Der BSVH vertritt als Selbsthilfe­organisation außerdem die Interessen der Menschen mit einem Sehverlust in Hamburg. Im Verlauf der letzten 111 Jahre haben wir dabei unsere Unterstützungs­leistungen immer wieder an die Bedürfnisse von Betroffenen angepasst.

Das Jubiläum – Keiner kommt daran vorbei

Auf der Illustration sind auf grünem Hintergrund mehrere Figuren mit Langstock oder Führhund. Eine Figur mit Lupe liest auf einem Schild "111 Jahre BSVH"

© BSVH/Inkl.Design

Zum besonderen Anlass des 111. Geburtstags wurde eine Illustration gestaltet. So wird in allen öffentlichen Kanälen des Vereins auf den großen Geburtstag hingewiesen. Auch die Hausfassade des Louis-Braille-Centers bekam zum Jubiläum einen neuen Anstrich mit Motiven der Illustration. Wer möchte, kann sich die Grafik als Hintergrund für das Tablet oder Smartphone unter den folgenden Links herunterladen:

Tablet
Smartphone

111 Jahre Selbsthilfe in Hamburg

Illustration: 111 Jahre BSVH – eine Frau mit Lupe

Unsere Selbsthilfe-Organisation blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Stets hat sich der Verein an die jeweiligen Herausforderungen der Zeit angepasst, neue Angebote entwickelt, zukunftsweisende politische Forderungen gestellt und sich für neue Zielgruppen geöffnet. In einer sechsteiligen Artikel-Serie blicken wir in den kommenden Monaten auf 111 Jahre BSVH zurück.

Teil 1: Warum Selbsthilfe – Die Vorgeschichte

Im 19. Jahrhundert gab es zwar Institutionen, die sich um blinde Menschen kümmerten, sie aber gleichzeitig entmündigten, da sie vom Fürsorge-Gedanken geprägt waren. Es entstand der Wunsch, die eigenen Belange selbst zu vertreten und für echte Gleich­berechtigung einzutreten. Dieser Gedanke war der Gründungs­gedanke des Vereins.
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Teil 2: Gründung, politische Ausrichtung und erste Forderungen

Am 4. Januar 1909, dem 100. Geburtstag von Louis Braille, trafen sich einige blinde Männer, um den „Verein der Blinden von Hamburg und Umgegend“ zu gründen. Zunächst einmal mussten sie eine Satzung schreiben und ihre Ziele formulieren.
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Teil 3: Der Verein im Nationalsozialismus

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten veränderte sich der gesamte Verein.

1934 wurde die Satzung das erste Mal den neuen politischen Gegebenheiten angepasst. Die Mitglieder mussten nun deutschstämmig sein und der Vorstand konnte ein Mitglied ausschließen, wenn es „den nationalsozialistischen Grundsätzen zuwiderhandelt“. (1)
Der Vorstand wurde nicht mehr von den Mitgliedern gewählt, sondern vom RBV ernannt oder abberufen. Emil Meissel wurde nun zum ersten Vorsitzenden ernannt.

1940 wurde die Satzung ein weiteres Mal geändert. Der Zweck des Vereins war nun:

„ (…) geistige Förderung und Ausrichtung im Sinne nationalsozialistischer Weltanschauung und körperliche Ertüchtigung der Blinden.“ (2)

Wie ein Schreiben des Amtsgerichts Hamburg an die geheime Staatspolizei vom 7. Mai 1940 belegt, musste diese Satzungsänderung von der Gestapo genehmigt werden.
Die Situation der blinden Menschen verschlechterte sich in vielen Bereichen.

  • Die mühsam erkämpfte Freifahrt im öffentlichen Nahverkehr wurde eingeschränkt
  • An ein Blindengeld war nicht mehr zu denken, es verschwand in der Zeit vollkommen von der Agenda des Vereins
  • Die Bitte, den weißen Stock als Verkehrsschutzzeichen einzuführen, wurde abgelehnt.
  • Der gemeinsame Ausschuss, in dem Vertreter der Wohlfahrtsbehörde, der Blindenanstalten und der Selbsthilfeorganisationen angehörten, wurde aufgelöst.
    Stattdessen wurde ein Blindenfürsorger eingestellt, der nun die Schaltstelle zwischen dem Staat und dem Verein war. Es war Emil Meissel, der gleichzeitig auch der 1. Vorsitzende des Vereins war.

Eine der wenigen Vergünstigungen war, dass Meissel die Mitglieder mit Radios versorgen konnte.

Was für viele Mitglieder aber zunächst durchaus positiv erschien, war die Arbeitssituation.
Die sogenannte Arbeitsfürsorge war der neue Schwerpunkt des Vereins. Der Verein

  • bildete Stenotypisten aus
  • bemühte sich in diesem Zusammenhang um Hilfsmittel
  • verschaffte einzelnen Mitgliedern Arbeitsstellen
  • betrieb intensive Öffentlichkeitsarbeit, um die Gesellschaft von der Leistungsfähigkeit blinder Menschen zu überzeugen

In diesem Bereich gab es scheinbar die größte Kontinuität mit den Zielen der Gründer, doch auch hier wird deutlich, dass blinde Menschen trotz aller Erfolge in der Defensive blieben. Man musste beweisen, dass man nicht völlig wertlos war, die eigene Existenz rechtfertigen. Das ursprüngliche Ziel wurde der nationalsozialistischen Propaganda angepasst.

Emil Meissel schrieb 1939 in seiner Festschrift „30 Jahre Blindenverein für das Hamburgische Staatsgebiet“:

„Mit besonderer Dankbarkeit aber erkennt der Blindenverein an, daß der Nationalsozialismus den Blinden in die große deutsche Volksgemeinschaft aufgenommen hat. Er betrachtet es aber seinerseits auch als Ehrenpflicht, dafür Sorge zu tragen, daß alle einsatzfähigen Blinden die ihnen verbliebenen Kräfte jederzeit, besonders aber in Zeiten der Gefahr, dem Vaterland zur Verfügung stellen. In diesem Sinne hat sich der Blindenverein für das hamburgische Staatsgebiet mit der Leitung des Luftschutzes darüber verständigt, inwieweit Blinde im Rahmen des Luftschutzes als Telefonisten, Stenotypisten und Funker zu beschäftigen sind. Außerdem wurden dabei technische Möglichkeiten erörtert, die den sich an das Dunkel gewöhnten Blinden zu ganz besonderer Einsatzfähigkeit im Luftschutz zu befähigen.
So zeigt sich, daß die Blinden mehr und mehr zu vollwertigen Mitgliedern der deutschen Volksgemeinschaft werden und – wenn der Führer ruft, sind sie bereit.“ (3)

Darüber hinaus bemühte sich der Verein noch um gesellige und kulturelle Aktivitäten.

Auch hier wurde der Verein von den Nationalsozialisten für politische Zwecke instrumentalisiert. Es gab viele Vorträge zu Themen wie „Das Wesen des Nationalsozialismus“, „Volk und Führer, Führer und Volk“ und zu Erbgesundheitsfragen.
Es gab aber auch einen Festausschuss, der Theaterkarten organisierte und viermal im Jahr Wanderungen organisierte.

Insgesamt wissen wir über diese Zeit sehr wenig. Das Vereinshaus in der Schröderstraße wurde 1943 ausgebombt, damit wurden sämtliche Protokolle vernichtet.
Es gibt im Amtsgericht die Satzungen und teilweise auch Schreiben, die sich auf diese Satzungen beziehen.
Des Weiteren gibt es noch die Festschrift des Herrn Meissel, der einerseits eingesetzter erster Vorsitzender war und gleichzeitig bei der Behörde angestellter Sozialarbeiter.
Auffallend ist, dass es im Staatsarchiv nur sehr wenig Unterlagen gab. Aus den ersten Jahren (1909 bis 1933) habe ich sehr viele Briefe gefunden, die der Verein an die Hamburger Behörden geschrieben hat, es waren Forderungen und Bitten um Unterstützung und Rechtssicherheit in unterschiedlichen Bereichen. (Bildung, Freifahrtscheine, Blindengeld etc.). Danach hörten diese Forderungen auf. Wir haben ein formloses Schreiben aus einer Behörde aus dem Jahr 1934 gefunden. Darin heißt es:

„Der Blindenverein weiß, daß seitens des Fürsorgewesens alles geschieht, was nach Lage der allg. Verhältnisse für die Blinden zu erreichen ist, und daß sich die in der Denkschrift erhobenen Forderungen zurzeit entweder gar nicht oder nur schrittweise erfüllen lassen werden. Der Blindenverein wird sich bei weiteren Wünschen der Vermittlung des Herrn Meißel bedienen.“ (4)

Aus diesen wenigen Dokumenten können wir den Rückschluss ziehen, dass der Verein und seine Mitglieder massiv unter Druck standen und praktisch keine Einflussmöglichkeiten hatte. Wie der Verein sein Vereinsleben im Alltag gestaltete, wissen wir nicht, zumal dies auch in den Jahren danach, als noch viele Zeitzeugen lebten, nicht offiziell thematisiert wurde.

Teil 4: Der demokratische Neubeginn

1946 – 1961
Die Vorsitzenden Meissel und Burghard

1946 kam es zu einem ersten Treffen blinder Männer und Frauen. Das Ziel war, den Verein wieder neu zu beleben. Als Vorsitzender wurde Emil Meissel gewählt. Eine neue Satzung musste geschrieben werden und vor allen Dingen musste die Grundversorgung der Mitglieder gesichert werden. Damals hungerten und froren alle Hamburger, aber in dem harten Verteilungswettkampf um Essen, Wohnen und Wärme hatten blinde Menschen besonders schlechte Karten. Der Vorstand bemühte sich um Nahrungsmittel und Kleidung, später kamen dann Darlehen hinzu.

Ein weiteres wichtiges Bedürfnis war der Wunsch, die soziale Isolierung zu überwinden.
Der Vorstand schaffte es, gleich 1946 ganz kurze Zeit nach der Neugründung, ein Sommerfest zu organisieren.

1949 wurde Erwin Burghard zum ersten Vorsitzenden gewählt. Deutschland ging es wirtschaftlich langsam besser, neue – oder vielmehr alte - Ziele rückten in den Mittelpunkt.

1949 nahm der neugegründete DBV (Deutscher Blindenverband) die alte Forderung nach einer Blindenrente, auch Blindenpflegegeld (heute Blindengeld) wieder auf und der Verein machte sich sofort daran, dies auch in Hamburg umzusetzen. Das Ziel war die Gleichstellung mit den Kriegsblinden. Der Vorstand und die Mitglieder suchten Kontakt zu Politikern und schalteten die Presse ein. Die Bürgerschaft vertagte das Thema jahrzehntelang, in der Zwischenzeit verstarben Fürsprecher, die man gewonnen hatte. Lediglich eine Unterstützung für Menschen, deren Einkommen unterhalb der Wohlfahrtsunterstützung lag, konnte man erreichen. Das reichte dem Verein nicht und so blieb das Thema jahrzehntelang auf der Agenda des Vereins.

Für das Vereinsleben brauchte der Verein wieder ein eigenes Haus, einen Ort, an dem man sich treffen konnte, in dem die Verwaltung untergebracht war. Im März 1950 hatte man ein geeignetes Haus in der Wagnerstraße gefunden, das aber in sehr schlechtem Zustand war und nach und nach hergerichtet wurde. Der Verein finanzierte es mit dem Verkauf von Postkarten und Spenden.

1951 weihte der Verein dann sein Haus ein und es wurde zur festen Anlaufstelle der Mitglieder.

Der DBV hatte damals ein Erholungshaus in Timmendorfer Strand, das bei Hamburger Vereinsmitgliedern sehr beliebt war, allerdings bekamen sie oft keinen Platz. Dies führte zu Unzufriedenheit und so kaufte der Blindenverein Hamburg im Jahr 1952 ein eigenes kleines Haus, das spätere Haus Sonneneck. Anfangs war vieles improvisiert, aber das Haus wurde von den Hamburgern sehr gut angenommen.

1951 kam das erste Mal die Idee auf, selbst preiswerten Wohnraum für blinde Menschen zu schaffen. Ein Vorschlag war, mit Spendengeldern Siedlungshäuschen zu bauen. Dies wurde aber von der Behörde abgelehnt, weil man es blinden Menschen nicht zutraute, einen Garten zu versorgen oder Reparaturen vorzunehmen. In der Zeit baute auch die Blindenanstalt Wohnungen für blinde Menschen, doch der Vorstand war mit den Wohnungen und der Zusammenarbeit mit der Blindenanstalt nicht zufrieden und so beschloss der Vorstand 1955, den Wohnungsbauplan weiter zu verfolgen.

Aber auch Geselligkeit und Kultur prägten die 50er Jahre. Dem ersten Sommerfest 1946 folgten viele weitere Feste und Tanzveranstaltungen, ehrenamtlich organisiert und gut besucht. Es gab Theateraufführungen und die ersten Versuche, Filme mit Live-Einsprache zugänglich zu machen. Außerdem unterstützte der Vorstand die Gründung der norddeutschen Hörbücherei.

Ende der 50er Jahre konnte der Verein erreichen, dass der weiße Stock als Verkehrsschutzzeichen anerkannt wurde. (Dies wurde im Nationalsozialismus abgelehnt)

Um seine Arbeit zu finanzieren, war der Verein auch in den 50er Jahren auf Spenden angewiesen. Anfangs gab es noch den Postkartenverkauf, später setzten sich dann die Straßensammlungen und die Spendenbriefe durch. Dazu trafen sich Freiwillige, um beim Kuvertieren und Versenden zu helfen. Diese Treffen erfüllten einen doppelten Zweck: Sie brachten Geld ein und festigten den sozialen Zusammenhalt.

Ein großes Problem in dieser Zeit war die Genehmigung der Sammlungen. Bis Mitte der 60er Jahre galt das Sammlungsgesetz von 1934, jede Sammlung und der Sammlungszweck musste von der Behörde genehmigt werden. Die Genehmigung war kein Selbstgänger, manches wurde abgelehnt, Sammelaktionen des Vereins nur unter Auflagen gestattet.

 

1961-1981
Der Vorsitzende Dr. Nicolussi
1961 wurde Dr. Rudolf Nicolussi zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Ein großes Vorhaben der sechziger Jahre war das Bauvorhaben Lurup. Es sollten sowohl Wohnungen als auch ein Kulturhaus mit Kegelbahn gebaut werden. Das Kulturhaus sollte die Möglichkeit zu unterschiedlichen geselligen und kulturellen Veranstaltungen bieten.
Man entschied sich für Lurup, weil Anfang der sechziger Jahre eine Bahn nach Lurup geplant war.
Der Bau der Wohnungen war relativ unkompliziert, 1963 wurde es auf der Generalversammlung beschlossen, ein halbes Jahr später wurden die Baupläne bei der Behörde eingereicht. Der Grundstein wurde 1965 gelegt, 1966 waren 44 Wohnungen bezugsfertig.
Etwas schwieriger war es mit dem Kulturhaus. Es sollte mit Einnahmen aus dem „Zahlenlotto und Fußballtoto“ finanziert werden, doch der Antrag wurde lange Zeit nicht genehmigt. Der Vorstand wurde lange Zeit vertröstet, bis der Lottoblock die Finanzierung sicherte. 1969 wurde dann das Haus feierlich eingeweiht.

Die größte Baustelle war aber in den 60er Jahren das Thema Blindengeld, für das der Verein kämpfte. Dr. Nicolussi führte zahlreiche Gespräche mit Senator Weiß, der dieses Ziel auch persönlich unterstützte. Ein kleiner Kompromiss war, dass Mitte der 60er Jahre die Einkommensgrenzen großzügiger ausgelegt wurden. Das eigentliche Prinzip blieb aber das einkommensunabhängige Blindengeld, die vollständige Gleichstellung mit den Kriegsblinden. Die Behörde unterstützte weiter den Verein und arbeitete 1970 einen Gesetzesentwurf aus, den sie mit dem Vorstand abstimmte.
Am 17. Februar 1971 wurde dann von der Bürgerschaft ein einkommensunabhängiges Blindengeld beschlossen. Das Gesetz trat am 1. März 1971 in Kraft.

Auf der Hauptversammlung im Januar 1973 war eine Lehrerin der Blinden- und Sehbehindertenschule eingeladen, die über den Langstock als neues Hilfsmittel referierte.
Der Verein unterstützte daraufhin die Ausbildung der Mobilitätstrainer und beantragte dafür Gelder bei der Claire-Jung-Stiftung.
Der Vorstand schloss auch einen Vertrag mit einem Mobilitätstrainer, der die Mitglieder schulte. Der Vertrag lief nach ein paar Jahren aus, zu dem Zeitpunkt zog dann das Institut IRIS nach Hamburg, die dann die Schulungen übernahmen.

Ab 1976 bot der Verein im Haus Sonneneck Freizeiten für neuerblindete Menschen an. Die Freizeiten dauerten drei Wochen und wurden von einem blinden Ehepaar durchgeführt. Themen waren: Einführung in Punktschrift, Mobilität, gesellschaftliche Eingliederung, die erblindete Hausfrau etc. Darüber hinaus wollte man die Menschen aber auch aus ihrer Isolation holen und ihr Selbstwertgefühl stärken. Diese Kurse wurden bis Anfang der 90er Jahre regelmäßig durchgeführt.

1979 zeichnete sich ab, dass das Haus in Timmendorfer Strand immer reparaturanfälliger wurde und nicht mehr den Ansprüchen der Zeit entsprach. Es gab zwei Optionen. Umbauen oder abreißen und neu bauen. Zunächst einmal plante man einen Neubau für 20 Personen. Man wollte sich aber vorher noch mit dem DBV absprechen, der sein Erholungshaus nebenan auch renovieren wollte. Der DBV machte dem Hamburger Verein jedoch einen anderen Vorschlag. Sie wollten sich aus der Erholungsfürsorge zurückziehen und boten dem Blindenverein Hamburg ihr Haus zum Kauf an. Dem Vorstand war klar, dass der Betrieb dieses Hauses kein gewinnbringendes Unternehmen sein würde, wollte aber aus sozialen Erwägungen den Erholungsbetrieb erhalten. Man berief deshalb eine außerordentliche Mitgliederversammlung ein, auf der der Kauf des DBV Hauses beschlossen wurde.

Dank an unsere Unterstützer

Um blinden und sehbehinderten Menschen und Augenpatienten weiterhin helfen zu können, sind wir auf jede kleine Spende angewiesen.

Bei den folgenden Unternehmen bedanken wir uns ganz herzlich für Ihre großzügige Unterstützung zu unserem 111. Jubiläum:

  • Bank für Sozialwirtschaft Aktiengesellschaft
  • Büro Dr. Kerstin Adam
  • KMT Planungsgesellschaft mbH
  • ROSS Gesundes Licht
  • S·CON Datenschutz Michael J. Schöpf e.K.
  • VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH

111 Spendenhäuser für Hamburg

Zu unserem Jubiläum möchten wir 111 Spendenhäuser in ganz Hamburg aufstellen. Mit den beiliegenden Flyern informieren wir außerdem Menschen mit einem Sehverlust in den einzelnen Stadtteilen über unsere Unterstützungsmöglichkeiten und die Arbeit der Interessenvertretung.

Kennen Sie einen Ort, an dem wir ein Spendenhaus aufstellen und über den BSVH informieren dürfen? Dann wenden Sie sich bitte an die Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Melanie Wölwer, Tel. (040) 209 404 29, E-Mail m.woelwer@bsvh.org.

Unter dem folgenden Link finden Sie das Infoblatt
"111 Jahre BSVH-Spendenhäuser"

Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, finden Sie an folgenden Orten bereits Spendenhäuser:

Bahrenfeld

Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY), Notkestr. 85

Barmbek-Süd

Café Albatros, Holsteinischer Kamp 5
Imbiss bei Sabbah, Holsteinischer Kamp 10
Restaurant Baris, Lerchenfeld 48

Barmbek-Nord

Schlachterei Peter Basedahl (Hartzloher Wochenmarkt), Hartzloh 28

Bergedorf

Reinecker Vision GmbH, Am Güterbahnhof 8a

Blankenese

HASPA Blankenese, Erik-Blumenfeld-Platz 25

Bramfeld

Dr. Valdimir Klass - Facharzt für Augenheilkunde, Herthastraße 12

Eppendorf

Belvedere Optik, Martinistr. 64
UKE Augenklinik/Poliklinik, Martinistr. 52 Gebäude W40
UKE Augenklinik/ Privatambulanz, Martinistr. 52 Gebäude W40

Farmsen-Berne

Berner Patisserie, Berner Heerweg 391
Haspa Berne, Hermann-Balk-Straße 133
Berner Apotheke, Hermann-Balk-Straße 139

Harburg

Amplifon Harburg, Sand 12
Physio-Therapie am Sand, Sand 35
Tabakwaren Ali Kashgar, Sand 13
Imbiss Wochenmarkt, Bornemannstr. 31
Restaurant Zur Außenmühle, Vinzensweg 20
Damianapotheke am Sand, Sand 35
Sahlings Gasthaus, Friedhofstraße 10
Salon Perle, Eißendorfer Straße 93

Heimfeld

Therapie-Zentrum Heimfeld, An der Rennkoppel 1

Horn

Hermes-Apotheke, Rennbahnstr. 28c / EKC

Innenstadt

Tabacalera im Hanseviertel, Große Bleichen 36

Langenhorn

Augenklinik Asklepios Klinik Nord- Heidberg, Tangstedter Landstr. 400

Neustadt

Souvenirshop am Michel, Krayenkamp 13
KAMM IN - Frisörsalon, Brüderstraße 2
Gaststätte Dreyer, Martin-Luther-Straße 4
Noah´s Taverna, Großneumarkt 52
Paulaner´s Restaurant, Neuer Steinweg 18
Kardelen Türkische Spezialitäten, Steinwegpassage 6
Tabacalera im Hanseviertel, Große Bleichen 3

Niendorf

Kursana Niendorf, Ernst-Mittelbach-Ring 47

Rahlstedt

HASPA Rahlstedt, Rahlstedter Bahnhofstr. 31

Rotherbaum

Schröder Optik & Kurzhals GmbH, Dammtorstraße 21 & 22
Café Funk-Eck, Rothenbaumchaussee 137
Haspa Rothenbaum, Rothenbaumchaussee 119

Uhlenhorst

Gaststätte Joy, Winterhuder Weg 69

Wellingsbüttel

Praxis Dr. Kiyo v. Alt-Stutterheim, Rolfinckstraße 8a

Wilhelmsburg

Gaststätte Kupferkrug, Niedergeorgswerder Deich 75