Joachim Gauck würdigt Arbeit des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands

Pressemitteilung vom 25.10.2012

Dachverband des BSVH feiert 100jähriges Jubiläum

Hamburg, der 25. Oktober 2012: Am Freitag, den 26. Oktober 2012 begeht der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit einem Festakt im Berliner Humboldt Carré sein einhundertjähriges Jubiläum. Die Festrede hält Bundespräsident Joachim Gauck.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband bündelt das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 Landesvereinen. 33 weitere Fachorganisationen und Einrichtungen arbeiten als "Korporative Mitglieder" aktiv in seinen Gremien mit. „Der DBSV vertritt die Interessen aller blinden- und sehbehinderten Menschen sowie der Augenpatienten in Deutschland und steht als Repräsentant auf Bundesebene für diese ein“, erklärt Heiko Kunert, designierter Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg e.V. Ziel des Verbandes ist es, die Lebenssituation der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Inklusion als gelebtes Ziel

Der DBSV setzt sich für die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen, die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe sowie die Verbesserung der medizinischen Versorgung und der sozialen Stellung blinder und sehbehinderter Menschen ein, also die Inklusion in allen Bereichen der Gesellschaft. „Dies betrifft zum Beispiel die Ausbildung blinder und sehbehinderter Kinder“, erklärt Heiko Kunert. „So muss sichergestellt werden, dass sie die Brailleschrift erlernen und mit barrierefreien Unterrichtsmaterialien versorgt werden. Eine angemessene Förderung wird außerdem nur mit gut ausgebildeten Blinden- und Sehbehindertenpädagogen gelingen.“ Darüber hinaus beklagt der DBSV die Lage der berufstätigen Blinden auf dem Arbeitsmarkt, denn lediglich 30 Prozent der erwachsenen Blinden sind berufstätig. „Zu all diesen Themen wird sich der DBSV bei Aktionsplänen, Gesetzesänderungen und Zielvereinbarungen immer wieder auf Bundesebene für die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen stark machen müssen“, so Kunert.

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Kontakt

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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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