Wolfgang Angermann tritt zweite Amtszeit als EBU-Präsident an

28.10.2015 (Kommentare: 0)

Bei der 10. Generalversammlung der Europäischen Blindenunion (EBU), die vom 26. bis 28. Oktober 2015 in London tagt, ist Wolfgang Angermann gestern erneut zum Präsidenten gewählt worden. Der deutsche Jurist setzte sich mit deutlicher Mehrheit gegen seine Herausforderin Fazilet Hadi aus Großbritannien durch. Als Präsidiumsmitglieder mit festem Amt wählten die Delegierten Alexander Neumyvakin (1. Vizepräsident, Russland), Barbara Martin Munoz (2. Vizepräsidentin, Spanien), Maria Kyriacou (Generalsekretärin, Zypern) und Philippe Chazal (Schatzmeister, Frankreich). Außerdem gehören dem Präsidium sieben Beisitzer an.

Wolfgang Angermann wurde im Jahr 2011 als erster Deutscher zum EBU-Präsidenten gewählt und tritt nun seine zweite Amtszeit an. Er engagiert sich bereits seit den 1970er Jahren in der internationalen Blinden- und Sehbehindertenselbsthilfe. 1984 war er an der Gründung der EBU beteiligt, 2003 wurde er als Beisitzer ins EBU-Präsidium gewählt. Von 1977 bis 1994 war Angermann Geschäftsführer des Deutschen Vereins der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf (DVBS). 1995 wechselte er an die Spitze des Deutschen Taubblindenwerks in Hannover, dessen Direktor er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand vor zwei Jahren war. Dem Präsidium des DBSV gehörte Angermann von 2006 bis 2010 an.

Die EBU ist die Dachorganisation der Blinden- und Sehbehindertenverbände in 44 Ländern Europas und vertritt die Belange von rund 30 Millionen blinden und sehbehinderten Menschen. Das EBU-Präsidium ist das höchste Entscheidungsorgan der EBU zwischen den alle vier Jahre stattfindenden Generalversammlungen.

Mehr Infos unter www.euroblind.org

Quelle: DBSV-Direkt

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