Wohnen im Alter

26.11.2010 (Kommentare: 0)

Immer wieder gibt es Anlässe, sich gedanklich mit einem Umzug in eine Senioreneinrichtung zu beschäftigen: Sei es durch die neu eingetretene Sehbehinderung oder weil das Treppensteigen in den dritten Stock immer beschwerlicher wird. Wer allein lebt, möchte sich vielleicht verkleinern. Es geht um die Frage, wo ich meinen nächsten Lebensabschnitt verbringen möchte und wie ich bei Krankheit und/oder Pflegebedürftigkeit versorgt werde.

Dabei gibt es in Hamburg verschiedene Wohnmöglichkeiten, für die Sie sich entscheiden können, je nachdem, welche Anforderungen Sie an die Senioreneinrichtung stellen:

1. Seniorenwohnanlagen:

In den Seniorenwohnungen führen Sie weiterhin Ihren Haushalt selbst und richten sich mit Ihren eigenen Möbeln ein. Es ist immer ein Aufzug vorhanden und zur Wohnung gehört insbesondere der altengerechte Ausbau des Bads. Dabei gibt es von der Altenwohnung ohne Betreuung bis hin zur Seniorenwohnanlage mit umfangreicher Betreuung ein breit gefächertes Angebot. Sie zahlen für Ihre Seniorenwohnung Miete, Heiz- und Betriebskosten und ggf. einen Betreuungszuschlag.

Viele Seniorenwohnungen sind für Personen mit einer geringeren Rente gebaut worden, so dass Sie einen § 5-Schein zur Mietung benötigen. Ihre Rente muss dafür unter bestimmten Einkommensgrenzen liegen.

Einige Seniorenwohnanlagen sind an ein Alten- und Pflegeheim angeschlossen, so dass Sie deren Leistungen gegen Bezahlung auch mit in Anspruch nehmen können. Da diese Wohnform preiswert und beliebt ist, müssen Sie mit langen Wartezeiten rechnen, bis Sie einziehen können. Es ist daher wichtig, sich rechtzeitig für eine Wohnanlage zu entscheiden und sich auf die Warteliste eintragen zu lassen.

2. Alten- und Pflegeheime:

Ein Alten- und Pflegeheim bietet Unterkunft, Pflege, Betreuung und Verpflegung für Menschen, die ihren Haushalt nicht mehr alleine führen können oder wollen. Sie bewohnen ein Einzel- oder auch Doppelzimmer mit Dusche/WC ohne Kochmöglichkeiten. Dieses Zimmer ist in der Regel mit einem Pflegebett ausgestattet, Sie können aber kleinere Möbel und Erinnerungsstücke mitbringen. Sie müssen sich um nichts kümmern: ihr Zimmer wird regelmäßig sauber gemacht, die Mahlzeiten werden zubereitet, Ihre Wäsche wird gewaschen. Allerdings müssen Sie sich an andere Zeitabläufe gewöhnen, wie z.B. feste Essenszeiten im Speisesaal. Jedes Alten- und Pflegeheim verfügt über ein umfangreiches Betreuungsangebot, wie z.B. Gymnastik, Gedächtnistraining oder Spiele-Nachmittage.

Die monatlichen Kosten sind bedeutend höher als bei den Seniorenwohnanlagen und richten sich danach, ob man in die Pflegeversicherung eingestuft ist.

3. Seniorenresidenzen:

Seniorenresidenzen mit ihrem hotelähnlichen Charakter ermöglichen Unabhängigkeit und Komfort. Die komfortablen Ein- bis Vier-Zimmer-Appartements, die Sie selbst möblieren, haben eine Küche, barrierefreies Bad, Aufzug, einen Hausnotrufknopf, Balkon oder Terrasse. Sie finden in der Residenz u.a. einen Friseur, Krankengymnastik, ein Cafe, eine Bibliothek. Es werden diverse Aktivitäten angeboten: von kulturellen Veranstaltungen über Diavorträge, Lesevormittage, kreatives Basteln bis zu Schwimmen. Die Preise enthalten die monatliche Miete, das Mittagessen, sowie Betreuungsleistungen bei Krankheit. Die Pflege muss extra bezahlt werden, ebenso Leistungen wie der Wäscheservice.

In Hamburg gibt es nur eine Senioreneinrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen, das Senator-Ernst-Weiß-Haus in Farmsen. Dennoch ist es selbstverständlich möglich auch in nicht spezialisierte Häuser zu ziehen. Wir haben diverse Einrichtungen besucht und können Sie umfangreich zu diesem Thema beraten. Wenden Sie sich gern an uns!

Christin Becker, Tel. 209 404 44 und Annette Schacht, Tel. 209 404 55.

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