Sozialsenator im Louis-Braille-Center: "Ein offenes und anregendes Treffen"

24.06.2010 (Kommentare: 0)

Hamburgs Sozialsenator Dietrich Wersich hat das Louis-Braille-Center besucht. Am 26. Mai tauschte er sich mit den Vorsitzenden des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg (BSVH) Petra Meyer und Hilding Kißler aus. Vom BSVH nahmen außerdem Geschäftsführer Jochen Fischer und PR-Juniorberater Heiko Kunert an dem Treffen teil. Es war der erste Besuch des CDU-Politikers im Haus am Holsteinischen Kamp.

Wersich versicherte, dass eine Kürzung des Blindengeldes trotz der angespannten Haushaltslage in Hamburg kein Thema sei. Weiter sagte er, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention bei Politik und Behörden in der Hansestadt präsent sei, dass sein Ziel aber auch sei, die breite Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren. Hier gäbe es noch viel Unwissenheit und Unsicherheit.

Bei einem Rundgang durch das Louis-Braille-Center zeigte sich der ehemalige Geriatrie-Arzt insbesondere an Hilfsmitteln interessiert. So lernte er in der Hilfsmittel-Ausstellung den praktischen Nutzen von DAISY-Playern kennen. Sozialberaterin Christin Becker zeigte, wie ein blinden- und sehbehindertengerechter Arbeitsplatz funktioniert. Im Blinden-Informationszentrum (BLIZ) konnte sich Senator Wersich ein Bild von der Herstellung einer Braille-Zeitschrift verschaffen.

"Wir hoffen, dass dies offene und anregende Treffen in einen dauerhaften Austausch zwischen Sozialbehörde und BSVH übergeht", sagte die BSVH-Vorsitzende Petra Meyer nach dem Termin. Und weiter: "Wir freuen uns über das gestiegene Interesse an unserer Arbeit bei Hamburgs Politikern. Wir werden uns auch weiter für die Interessen sehbehinderter und blinder Hamburger gegenüber Senat, Bürgerschaft und Behörden stark machen."

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