Zum Weltfrauentag: "Eine Verlorene" mit Audiodeskription im Husumhus

27.02.2013 (Kommentare: 2)

Am Samstag, den 9.3.2013, findet im "Husumhus", Neustadt 95, 25813 Husum, eine integrative Theateraufführung mit Audiodeskription statt. Beginn der Vorstellung: 18.15 Uhr, voraussichtliches Ende 20.30 Uhr. Die Zeit ist so gewählt, dass der Veranstaltungsort mit den Zügen aus den 4 Himmelsrichtungen plus ein Transfer oder ein Fußweg von ca. 20 Minuten erreicht und wieder die Rückfahrt angetreten werden kann.

Im Anschluss an die Vorstellung und einer Pause wird über das Leben der Husumer Autorin Margarete Böhme (1867-1939) berichtet. Die Frauentheatergruppe "5plus1" hat auf Grundlage des Romans "Tagebuch einer Verlorenen", den Margarete Böhme 1905 veröffentlichte, dieses Stück erarbeitet. In Tagebuchform ließ Böhme darin eine Frau ihr persönliches Schicksal von der gesellschaftlichen Doppelmoral und von moralischer Verkrustung in der wilhelminischen Kaiserzeit erzählen. Böhmes Roman schlug wie eine Bombe ein. Er hatte eine Millionenauflage und wurde in 14 Sprachen übersetzt.

Ticketpreise 7 Euro bei freier Platzwahl.
Bis zum 4.3.2013 bitte anmelden bei:
Hela Michalski, Tel.: 04881-7172,
E-Mail: michalski@andersicht.net.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung mit an, wie viele Funkempfänger Sie benötigen und ob Sie den kostenlosen Transfer vom Bahnhof zum Theater in Anspruch nehmen möchten.

Zum Inhalt:

Die junge Thymian ist erst fünfzehn Jahre alt, als sie vom Apothekergehilfen ihres Vaters sexuell missbraucht und ungewollt schwanger wird. Schande bringt sie damit über ihre Familie und muss ihr Elternhaus verlassen. Ihr Kind wird ohne ihre Zustimmung zur Adoption freigegeben. Thymian sucht Auswege, zieht nach Hamburg, dann nach Berlin. Doch es ist schwer, sich ohne Mann durchzuschlagen und so landet sie schließlich in der Prostitution.

Ein wichtiger Hinweis zur An- und Abreise:

Wegen Schienenersatzverkehrs am 9.3. zwischen Husum und Heide gibt es leider einige Umständlichkeiten, die wir bei der Terminplanung noch nicht ahnen konnten.
Betroffen ist auch der Zug, der um 17.29 Uhr in Husum ankommen sollte (Abfahrt Hamburg-Altona um 15.33 Uhr). Frühere Züge aus Richtung Altona sind verschont geblieben. Wer trotzdem diesen Zug nehmen möchte, der um 17.29 Uhr regulär in Husum angekommen wäre, muss sich darauf einstellen, in Heide in einen Bus zu steigen. Dieser ist dann um 18.01 Uhr am Husumer Bahnhof. Von dort wird ein Transfer-Bus bereitstehen und rechtzeitig beim "Husumhus" eintreffen. Vom Theater erfolgt dann direkt der Rücktransfer nach Heide zur Bahn um 21.17 Uhr nach Neumünster/Elmshorn/Hamburg. Nur um eines möchten wir bitten, uns mitzuteilen, ob ein Transfer benötigt wird.
Natürlich ist der Transfer vom Bahnhof Husum zum Theater aus Richtung Westerland, Kiel und St. Peter dadurch nicht gefährdet. Aber auch von diesen Besuchern würden wir gern wissen, wer lieber vom Bahnhof abgeholt werden möchte.

Wir freuen uns auf viele Gäste! Auf ein Wiedersehen in Husum!
Hela Michalski

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Kommentar von André Rabe | 07.03.2013

Ich bin auf jeden Fall da! Leider ist ja Theater mit AD noch längst nicht alltag, und da muss man jedes Angebot nutzen. Und Husum ist ja von Hamburg gut erreichbar! Also Leute!!

Kommentar von André Rabe | 25.03.2013

Ich weiß, das Theaterstück ist schon längst gelaufen, aber ich wollte doch kurz einen Kommentar im Nachgang hinterlassen:
Ich bin mit meinen Eltern und einer Bekannten in Husum gewesen. Natürlich haben wir die Gelegenheit genutzt, und gleich ein Mal das kulinarische Angebot getestet. Für einen ausgedehnten Spaziergang am Hafen ohne Wasser, war es leider zu windig.

Das Theater Stück war klasse! Das Bühnenbild und die Requisiten waren sehr minimalistisch aber es war trotzdem ein tolles Stück. Worum es ging brauche ich nicht zu schildern, das ist ja nachlesbar. Die AD war gut gelungen, auch wenn die Sprecherin noch keine lange Erfahrung hatte. Sehr schön fand ich vor allem, das meine Begleitungen sich voll aufs Stück konzentrieren konnten und mir nichts erläutern mussten, weil dies ja ins Ohr gesprochen wurde.
Hoffe es gibt bald wieder ein Theaterstück mit AD.

Und das Beste zum Schluss: Die Theateraufführung wurde von Sponsoren so gut gefördert, dass die Eintrittskarten kostenlos waren.