Wegbegleiter zum Abschied von Jochen Fischer

13.12.2012 (Kommentare: 0)

"Er hat Großes für den Verein geleistet"

Fast 26 Jahre lenkte er die Geschicke des Vereins – nachfolgend langjährige Wegbegleiter zum Abschied von Jochen Fischer:

Hilding Kissler, ehemaliger 2. Vorsitzender des BSVH

„Die Zusammenarbeit mit Jochen Fischer war für mich vor allem von zwei Faktoren geprägt: Kompetenz und Gleichberechtigung. Herr Fischer hat immer wieder neue Impulse gegeben und damit den Verein Schritt für Schritt voran gebracht. Dabei wurde bei unseren wöchentlichen Treffen stets sachlich diskutiert. In der Arbeit mit Herrn Fischer hat nie eine Rolle gespielt, ob jemand blind oder sehbehindert ist, da er die Behinderung mit einer absoluten Selbstverständlichkeit ausgeglichen hat. Bestes Beispiel hierfür war die Bauausschuss-sitzung zum Anbau des Wintergartens im AURA-Hotel. Für den Termin hatte Herr Fischer die Architekten ein Modell anfertigen lassen, damit alle Beteiligten die Pläne erfassen und gleichberechtigt darüber sprechen können. Ich kann mir nicht vorstellen, was der Verein ohne Jochen Fischer in den letzten 25 Jahren gemacht hätte. Ein großer Dank gebührt ihm außerdem dafür, dass er sich bereit erklärt hat, ein Jahr länger zu bleiben, um Herrn Kunert einzuarbeiten und damit diese Lösung für den Verein zu realisieren. Ich wünsche ihm für seinen Ruhestand, dass er seinen nächtlichen Rhythmus weiter führen kann und mit seiner Frau einen guten Kompromiss findet, damit beide gemeinsam den neuen Lebens-abschnitt genießen können. Er hat Großes für den BSVH geleistet und soll sich jetzt verdient auf seinem Erfolg ausruhen können.“

Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH

"Herr Fischer übergibt einen wirtschaftlich gesunden Verein und er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der BSVH der modernste Blinden- und Sehbehindertenverein in Deutschland ist. Er hatte immer die gesetzlichen und politischen Veränderungen im Blick. Und gleich-zeitig hat er sich engagiert für die Belange blinder und sehbehinderter Menschen stark gemacht. Ich bedanke mich ganz herzlich für die intensive und lehrreiche Einarbeitungsphase und für das große Vertrauen, das er mir in den letzten über fünf Jahren entgegengebracht hat. Ich wünsche ihm für die Zukunft viele anregende Museumsbesuche und Reisen und viel Freude mit seinen Enkelkindern!"

Christin Becker, Sozialdienst

„Mit der Amtszeit von Jochen Fischer verbinde ich in erster Linie ganz viele Innovationen und einen großen Weitblick. Er hat immer sehr vorausschauend agiert, zum Beispiel bei der Mitgliederentwicklung des Vereins. Dass wir heute ein Dienstleistungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Hamburg sind, liegt zum Beispiel am Ausbau des hauptamtlichen Bereichs. Auch diese Entwicklung geht auf sein Konto. Die Zusammenarbeit mit Herrn Fischer ist für mich geprägt durch Kollegialität, Fairness und eine vertrauensvolle Arbeitsatmos-phäre. Ich wünsche ihm ein erfülltes Leben im Ruhestand, in dem er genügend Zeit hat für seine Hobbies und alle Dinge, die ihm Spaß machen.“

Riko Zellmer, Beisitzer im Vorstand des BSVH

„Jochen Fischer hat den BSVH in jedem Fall in den fast 26 Jahren unter seiner Leitung extrem weiterentwickelt und professionalisiert. Die heutige Mischung aus Freizeitgestaltung und professioneller Bera-tung und das Wachstum, raus aus dem Vereinshaus in der Wagnerstr. über den Bau des LBH bis zum heutigen Louis-Braille-Center sind sichtbare Zeichen dieser Entwicklung und Professionalität. Ich wünsche Herrn Fischer Gesundheit und viel Spaß mit seinen Enkelkindern. Und uns natürlich, dass er dem Verein auf irgendeine Art und Weise erhalten bleibt.“

Ivanka Kobsch, ehemalige Beisitzerin im Vorstand des BSVH

„Was ich an Jochens Arbeit schätze, ist, dass er sich mit seinem Weitblick gegen Widerstände – auch den meinigen - durchgesetzt hat und beispielsweise aus dem alten Blindenerholungsheim am Timmendorfer Strand ein modernes, an den heutigen Gästewünschen orientiertes Hotel für die Mitglieder gemacht hat. Ein Vereinshotel zu haben, in dem man als Gastfreundlich empfangen wird, ohne die Blindheit thematisieren zu müssen ist eine Wohltat und ein Mehrwert für das Angebot des Vereins. Ich wünsche Jochen viel Zeit für seine Enkelkinder und hoffe, dass er nicht zu beschäftigt ist und die Belange der Blinden und Sehbehinderten in Hamburg ganz aus den Augen verliert.“

Uli Backofen, Bibliothek

„Wenn ich mit Freunden oder Verwandten über meine Arbeit rede, merke ich, dass ich mit Herrn Fischer einen ungewöhnlichen Chef hatte. Einen, der mir viele Freiheiten ließ, z.B. was die Arbeitszeiten und –orte betraf. Auch was die Arbeitsinhalte betraf, konnte ich meine eigenen Schwerpunkte entwickeln. Als mir die Idee mit dem Krimi-wochenende kam, konnten sich viele darunter nichts vorstellen. Herr Fischer sagte: „Wir probieren es“. Er war als Chef nie beliebig, er war einer, der vermittelte, da geht noch mehr. Gerade in den ersten Jahren habe ich oft innerlich geflucht, wenn auch der zweite und dritte Textentwurf keine Gnade fand, aber im Grunde genommen hat mir die Herausforderung immer Spaß gemacht und meinen Ehrgeiz angesta-chelt. Dienst nach Vorschrift war nie mein Ziel und konnte sich unter diesem Chef auch nicht entwickeln. Ich wünsche Herrn Fischer, dass er seinen Ruhestand genießt und dass er viel Spaß mit seinen Enkeln hat“

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