"Voll behindert?!" Berichterstattung über Menschen mit Behinderung

11.04.2019 (Kommentare: 0)

Workshop für Medienschaffende

Oft werden Menschen mit Behinderung in den Medien mit altbekannten aber auch altbackenen Phrasen vorgestellt. Hier werden auch verletzende Bilder und unpassende Formulierungen gewählt. Zwei geläufige Beispiele dafür sind: Jemand „ist an den Rollstuhl gefesselt“ oder kleinwüchsige Menschen sind plötzlich "ganz groß". Häufig werden Menschen mit Behinderung auch zu Helden glorifiziert und "meistern ihr Leben" dann oft "trotz einer Behinderung", ganz so als ob das ein Widerspruch sei.

Wie man mit besserer Text- und Bildsprache mit und über Menschen mit Behinderungen berichtet, Barrieren und Ängste abbaut und die Kommunikation bei solchen Themen verbessert werden kann, vermittelt der Workshop "Voll behindert?! So klappt die Berichterstattung über Menschen mit Behinderung". Er richtet sich an Redakteur*innen, Journalist*innen, an PR-Schaffende und Werbetreibende.

Nach einem kurzen Vortragsteil über Begrifflichkeiten und Statistiken zu Behinderungen steigen die Referenten mit vielen echten, positiven und negativen Beispielen in den Abend ein. So bleibt viel Zeit für Austausch, Diskussion und gegenseitigen Input.

Die Referenten

Heiko Kunert - Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg, Vorstandsmitglied der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen, PR-Berater und freier Journalist - wird besonders auf den Themenbereich Blindheit und Seebehinderung eingehen.
Heiko Kunert im Netz: https://heikos.blog/

Johannes Mairhofer - Fotograf und Berater aus München - zeigt allgemeine Beispiele aus den letzten Jahren der Berichterstattung, aber auch aus dem PR und Marketingbereich.
Johannes Mairhofer im Netz: https://www.johannesmairhofer.de/

Der Workshop findet statt am Freitag, 10. Mai 2019 um 18 Uhr im Louis-Braille-Center, Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg. Die Teilnahmegebühr beträgt 49 €.
Anmeldungen nimmt Wiebke Larbie vom BSVH unter Tel. (040)209 404-16 oder E-Mail: w.larbie@bsvh.org entgegen.

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