Verena Bentele wird Behindertenbeauftragte

09.01.2014 (Kommentare: 0)

Blinde Biathletin und Skilangläuferin löst Hubert Hüppe ab

Die blinde Biathletin und Skilangläuferin Verena Bentele wird die neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Dies berichtet unter Anderem die Süddeutsche Zeitung. Offiziell hat die Bundesregierung dies noch nicht bestätigt. „Ich wurde gefragt und ich habe ja gesagt“, erklärte die zwölfmalige Paralympicssiegerin dem Online-Magazin FOCUS Online: „Das Kabinett muss allerdings noch beraten, bevor die offizielle Ernennung erfolgen kann.“ Nach Angaben des Mediums war die Benennung ein Vorschlag von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). Bentele löst damit den bisherigen Behindertenbeauftragten Hubert Hüppe (CDU) ab.

Bentele ist 31 Jahre alt und war von 1995 bis 2011 Mitglied der Nationalmannschaft im Skilanglauf und Biathlon. Sie nahm an vier Paralympischen Spielen teil und gewann insgesamt zwölf Goldmedaillen. Nach ihrem Karriereende als Sportlerin 2011 arbeitete sie als freiberufliche Referentin im Bereich Personaltraining. 2012 trat sie der SPD bei. Bentele war Mitglied der Bundesversammlung, die Bundespräsident Joachim Gauck wählte. Im Oktober 2012 engagierte sie sich im Team des SPD-Kandidaten Christian Ude Expertin für Sport und Behinderte beim Landtagswahlkampf in Bayern.

"Ich halte es für einen richtungsweisenden Schritt, dieses Amt mit einer Person zu besetzen, die selbst eine Behinderung hat," erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg e.V. "Verena Bentele kennt die Lebenssituation behinderter Menschen und setzt sich als sportliche Botschafterin seit Jahren für deren Interessen ein. Es wäre schön, wenn sie diese Arbeit auch in ihrer neuen Funktion glaubhaft fortsetzt und während ihrer Amtszeit entsprechende politische Akzente setzt."

Auf die Aufgabe, die sie als "interessantes und herausforderndes Langstreckenrennen" bezeichnete, "freue ich mich sehr", zitieren Bentele verschiedene Medien, wie die WELT: "Natürlich brauchte ich etwas Bedenkzeit, es ist schließlich ein anderer Arbeitsbereich. Aber es ist eine superspannende Aufgabe, die ich mit großer Freude angehen werde."

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