Umfrage zum Thema Mobilitätsverbesserung - DBSV ruft zu Beteiligung auf

01.02.2013 (Kommentare: 0)

Blinden und sehbehinderten Menschen fällt die Orientierung im Straßenverkehr trotz bewährter Hilfsmittel oft schwer. Navigationssysteme für Fußgänger können helfen, die Mobilität zu verbessern. Doch bestehende Systeme sind nur eingeschränkt nutzbar oder gar gefährlich.Das Projekt InMoBS (Innerstädtische Mobilitätsunterstützung für Blinde und Sehbehinderte; www.inmobs.de) will dies ändern und hat eine Umfrage erstellt, die morgen startet und bis zum 15. März läuft.

InMoBS ist ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Es strebt die Entwicklung eines barrierefreien und zuverlässigen Fußgänger-Navigationssystems für blinde und sehbehinderte Menschen an. Dabei wird von Anfang an besonderer Wert auf das Expertenwissen von Betroffenen gelegt.
Auf handelsüblichen Smartphones installiert, soll das InMoBS-System blinde und sehbehinderte Menschen sicher und bequem durch den Straßenverkehr lotsen. Es soll Informationen über die Umgebung liefern und über die Wegfindung hinaus als Hilfe zum Überqueren von Kreuzungen und Straßen dienen. So gibt es Betroffenen die Möglichkeit, ihr Umfeld weiträumiger zu erkunden und Routen spontaner und unabhängiger von der Unterstützung anderer Personen planen und zurücklegen zu können.

Bundesweite Nutzer-Umfrage

Die wissenschaftliche Grundlage für das Projekt liefert eine bundesweite Umfrage, die maßgeblich vom DBSV unterstützt wird. Ziel der Umfrage ist es, herauszufinden, welche Anforderungen Menschen mit Seheinschränkungen an ein Navigationssystem haben, damit es für sie optimal nutzbar ist. Der DBSV ruft alle Betroffenen auf, sich an der Umfrage zu beteiligen und ihre Erfahrungen im Straßenverkehr einzubringen. Die Umfrage dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Sie enthält Fragen zu Ihrer Person, Ihrer Fortbewegung im Alltag und Ihrem alltäglichen Umgang mit technischen Geräten. Außerdem geht es um die Anforderungen und Wünsche, die Sie bei der Bedienung eines Navigationssystems haben.

Die Auswertung der Fragebögen übernimmt die Technische Universität Braunschweig. Alle Angaben werden anonym ausgewertet und absolut vertraulich behandelt.

Wie können Sie an der Umfrage teilnehmen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

Internetnutzer haben bereits seit heute die Möglichkeit, unter www.navigation.dbsv.org den barrierefreien Fragebogen direkt online auszufüllen.

Der Schwarzschriftausgabe des aktuellen DBSV-Verbandsmagazins "Gegenwart" (Februar-Ausgabe) liegt der Fragebogen in Schwarzschrift bei. Den ausgefüllten Fragebogen senden Sie bitte im ebenfalls beiliegenden und adressierten Rückumschlag portofrei zurück.

Der Punktschriftausgabe der "Gegenwart" liegt der Fragebogen ebenfalls bei. Auf "DBSV-Inform", der gemeinsamen DAISY-Informationsplattform des DBSV und seiner Landesvereine, ist er in Buch 26 zu hören. So können sich Punktschriftleser und DAISY-Hörer zunächst mit den Fragen vertraut machen. Wer an der Umfrage teilnehmen möchte, meldet sich bitte telefonisch montags bis donnerstags (von Montag, 4.2., bis Donnerstag, 14.3.) zwischen 15 und 18 Uhr unter 05 31 / 3 91 36-45 oder -46 (Technische Universität Braunschweig, Institut für Psychologie, Abteilung für Ingenieur- und Verkehrspsychologie).

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