Teilhabeberatung beim BSVH

15.03.2018 (Kommentare: 0)

Zu allen Fragen der Teilhabe können sich Menschen mit Behinderung zukünftig kostenlos und bundesweit beraten lassen. Zu diesem Zweck wird derzeit ein Netz von rund 400 Beratungsstellen in ganz Deutschland aufgebaut. Diese werden die sog. ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) anbieten. Die Beraterinnen und Berater unterstützen die Betroffenen hierbei zum Beispiel im Vorfeld der Beantragung von Leistungen, wie zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie informieren über die Zuständigkeit der Rehabilitationsträger und über das Antragsverfahren.

Die EUTB soll unabhängig und auf „Augenhöhe“ beraten, damit Menschen mit Behinderung selbstbestimmt Entscheidungen treffen können - und zwar ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen, unabhängig von Trägern oder von Leistungserbringern und ergänzend zur Beratung anderer Stellen. Die Beratung in den EUTB soll zu großen Teilen von Betroffenen für Betroffene erfolgen, das sogenannte Peer Counseling. Peers nennt man Personen aus einer Gruppe mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen. In den EUTB arbeiten viele Peer-Beraterinnen und Peer-Berater, die selbst mit einer Behinderung leben. Ratsuchende können in einer vertrauensvollen Atmosphäre alle Themen offen mit Ihnen besprechen.

Die Grundlage der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung wurde mit dem Bundesteilhabegesetz geschaffen. Die EUTB wird auf Grundlage des § 32 Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB IX) vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) hat vom BMAS den Zuschlag für die Einrichtung einer EUTB im Louis-Braille-Center erhalten. Die Beratungen werden von unseren Mitarbeiterinnen Christin Becker und Annette Schacht durchgeführt. Die EUTB wird das bisherige Dienstleistungs- und Beratungsangebot des BSVH ergänzen. Momentan befindet sich die EUTB noch in der Aufbauphase. In den kommenden Ausgaben von „Augenblick Mal…!“ informieren wir Sie über den jeweiligen Stand der Umsetzung und wie Sie von der EUTB profitieren können. Mehr Infos und alle bisher feststehenden Beratungsstellen finden Sie im Internet auf www.teilhabeberatung.de.

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