Sprachkurse für blinde und sehbehinderte Migrantinnen und Migranten

14.08.2017 (Kommentare: 1)

Bisher gibt es in Hamburg keine geeigneten Integrationskurse für blinde und sehbehinderte Flüchtlinge. Unterlagen in Großdruck oder Brailleschrift sind bei den bestehenden Kursen nicht vorhanden, auch fehlt es an technischen Hilfsmitteln und qualifiziertem Lehrpersonal. Der BSVH hat sich – gemeinsam mit dem Bildungszentrum am Borgweg, der Hamburger Blindenstiftung und Fördern & Wohnen – bei Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard für die Einführung solcher Kurse stark gemacht.

„Gerade für blinde und sehbehinderte Migranten ist der Zugang zur deutschen Sprache zentral. Daher braucht es dringend geeignete Kurse vor Ort in Hamburg“, sagt BSVH-Geschäftsführer Heiko Kunert.

Nach mehreren Gesprächen, u.A. mit Vertretern der Sozialbehörde und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, konnte im April ein Erfolg vermeldet werden. Die Stadt sagte zu, zukünftig blinden- und sehbehindertengerechte Integrationskurse zu finanzieren. Bis alle Genehmigungen für mögliche Anbieter vorliegen, kann es aber noch bis 2018 dauern. „Das ist ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, bilanziert Heiko Kunert, der die Gespräche für den BSVH geführt hat. „Allerdings sind nicht alle Migranten berechtigt, an solchen Integrationskursen teilzunehmen. Auch für die Nichtberechtigten müssen noch Lösungen gefunden werden.“

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Kommentar von Sonja Baukloh-Herzig | 15.08.2017

Ich unterrichte seit 20^16 eine sehbehinderte afghanische Frau und komme allmählich mit meinen Ideen an Grenzen. Gibt es schon Material für solche Personen? Bitte bedenken Sie bei der Einrichtung solcher Kurse, das sie gut erreichbar sein müssen, da sehbehinderte Menschen extrem unsicher sind, sich in der Großstadt zurecht zu finden.