Shared Space in Hamburg: Gefahr für sehbehinderte und blinde Menschen

01.12.2009 (Kommentare: 0)

Das Thema Shared Space bleibt aktuell. Im November trafen sich Lokal-PolitikerInnen aus Hamburg-Nord und sehbehinderte und blinde Menschen im Louis-Braille-Center, um über das neue Verkehrskonzept zu diskutieren. Im September haben sich Vertreter des BSVH und der Behörde für Stadtentwicklung getroffen. Die Behörde versprach, dass die Anliegen blinder und sehbehinderter Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden sollen. Momentan reichen die sieben Bezirke ihre Vorschläge für Gemeinschaftsstraßen (so heißt Shared Space in Hamburg) bei der Behörde ein. Diese wird dann prüfen, ob sie die Vorschläge für geeignet hält. Wenn ja, beginnen die Bezirke mit der konkreten Planung. Hier muss der BSVH sehr wachsam sein, damit die Interessen von sehbehinderten und blinden Menschen nicht überhört werden.

Hintergrund: Shared Space werden Straßen genannt, in denen es keine Ampeln und Verkehrsschilder gibt. Bordsteine existieren nicht. Der Verkehrsraum wird von Fußgängern, Radfahrern, Auto- und LKW-Fahrern gemeinsam genutzt. Die Verkehrsteilnehmer sollen sich per Blickkontakt abstimmen. Dies ist für sehbehinderte und blinde Menschen nicht möglich. Daher lehnt der BSVH den Plan des schwarz-grünen Senats ab, sieben Shared-Space-Flächen in Hamburg zu schaffen. Der Verein hat beschlossen, auf Stadt- und Bezirksebene aktiv zu werden. Wenn Sie unser Engagement hierbei unterstützen möchten, wenden Sie sich bitte an den Leiter des Arbeitskreises Umwelt und Verkehr Ulli Staniullo, Tel.8316401.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Infoseite zum Thema Shared Space.

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