Sehbehindertentag 2014: Senator Scheele informiert sich über Smartphones

06.06.2014 (Kommentare: 0)

Karsten Warnke, 2. Vorsitzender des BSVH und Vorstandsmitglied Robbie Sandberg beraten Sozialsenator Scheele
Karsten Warnke, 2. Vorsitzender des BSVH (re.) und Vorstandsmitglied Robbie Sandberg (li.) beraten Sozialsenator Scheele

Der 6. Juni ist der bundesweite Sehbehindertentag. In diesem Jahr steht dieser unter dem Thema "Smartphones". Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. beteiligt sich an den bundesweiten Aktionen anlässlich des Sehbehindertentags und bietet in Kooperation mit dem Projekt INCOBS Standardtechnologien eine Smartphone-Beratung im Louis-Braille-Center, Holsteinischer Kamp 26, an. Detlef Scheele, Senator für Arbeit, Soziales, Familie und Integration informierte sich bereits gestern ausführlich über die Nutzung von Smartphones durch sehebhinderte User und wie Apps den Alltag erleichtern können.

Schnell von unterwegs eine E-Mail schreiben, kurz etwas im Internet nachgucken oder in der S-Bahn die Tageszeitung lesen - auch für sehbehinderte und blinde Menschen ist es möglich, all das mit dem Handy oder Tablet zu erledigen. Hinzu kommen attraktive Spezialfunktionen, von der Farberkennung über die Lupe bis zur Navigation. Trotzdem können sich viele Betroffene nach wie vor nicht vorstellen, mit einem internetfähigen Handy und insbesondere mit dem dazugehörigen Touchscreen zurechtzukommen.

Hier möchte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mit seiner Aktion zum diesjährigen Sehbehindertentag ansetzen. Am 6. Juni 2014 werden deshalb in ganz Deutschland Infoveranstaltungen für sehbehinderte und blinde Menschen stattfinden, bei denen sich alles um das Smartphone dreht (Liste der Veranstaltungen unter www.sehbehindertentag.de). In einer entspannten Atmosphäre sollen Grundlagen vermittelt werden sowie ausgewählte Apps.

Der DBSV nutzt den Sehbehindertentag darüber hinaus, um Entwickler und Anbieter zu sensibilisieren. "Smartphones und Tablets haben ein riesiges Potenzial, das nicht ausgeschöpft wird. Viele Barrieren sind einfach unnötig und entstehen aus Unwissen und Gedankenlosigkeit", erläutert DBSV-Präsidentin Renate Reymann. Der Verband hat deshalb unter www.sehbehindertentag.de eine Liste mit detaillierten Forderungen zu Apps und Betriebssystemen veröffentlicht.

Der Sehbehindertentag 2014 wird vom BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) und BITKOM-Mitgliedern unterstützt. So stellt die Deutsche Telekom mit LTE-Routern für einen Großteil der Veranstaltungen die mobile Netzanbindung zur Verfügung und vom Accessibility Competence Center der Siemens AG wurde eine Schulung für Smartphone-Berater durchgeführt. "Smartphones sind zu mobilen Alleskönnern geworden. Auch sehbehinderte und blinde Menschen müssen die Chance haben, Smartphones einsetzen zu können", sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

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