Neues Mitglied im Verwaltungsrat des BSVH

05.07.2018 (Kommentare: 1)

Mustafa Keles stellt sich vor

Bild von Mustafa Keles. Er steht auf einem Feldweg. Hinter ihm sind grüne Wiesen und der blaue Himmel zu sehen
Mustafa Keles vertärkt den Verwaltungsrat des BSVH

Auf der diesjährigen Generalversammlung des BSVH wurde Mustafa Keles als neues Mitglied in den Verwaltungsrat gewählt. Er ist bereits seit 1987 im BSVH aktiv, bekleidet aber nun erstmals eine offizielle Funktion im Verein. Deshalb stellt er sich den Mitgliedern noch einmal ausführlich vor. Dazu hat er dem Mitgliedermagazin "Augenblick mal...!" (AM) ein Interview gegeben.

AM: Herr Keles,was hat Sie dazu bewogen, sich zur Wahl zu stellen?

MK: Erst einmal habe ich nicht damit gerechnet, vorgeschlagen zu werden. Aber da ich ein sozial engagierter Mensch bin, habe ich den Vorschlag gerne angenommen.

Als meine Kinder zur Schule gingen, habe ich im Elternrat in den verschiedenen Schulen gearbeitet. Dann war ich im Berufsförderungswerk Würzburg (Veitshöchheim, Anm. der Redaktion)Rehavertreter und ich bin in meiner Religionsgemeinschaft, die Alevitische Gemeinde Hamburg e.V. im Vorstand. Meine Aufgabengebiete sind dort Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliederberatung und die Presse. Insofern kam mir der Vorschlag entgegen, ich habe ihn von den Mitgliedern gerne angenommen und bedanke mich sehr herzlich.

AM: Welche Aufgaben erwarten Sie jetzt im Verwaltungsrat?

MK: Ich denke, dass ich eines der Aufsichtsmitglieder bin, die das Vorstandsgremium, bzw. die Vorstandsaufgaben kontrolliert.

AM: Sie sind ja schon länger Mitglied im BSVH. Hatten Sie vorher schon einmal Aufgaben im Verein übernommen?

MK: Richtig, ich bin seit 20 Jahren im BSVH Mitglied. Zwei Aufgaben habe ich in der Zeit gehabt. Einmal war ich Gründungsmitglied der Fachgruppe „Blinde Handwerker“ und im Ideenpool war ich eine Weile.

AM: Vielleicht möchten Sie unseren LeserInnen noch etwas über sich persönlich berichten…

MK: Selbstverständlich, gerne. Ich wurde in der Türkei geboren und bin geburtsblind. Deshalb besuchte ich die Blindenschule in Ankara, im Internat. Meine Eltern waren zu dem Zeitpunkt schon in Deutschland. Ich habe also Migrationshintergrund und bin deutscher Staatsbürger türkischer Herkunft. Mit 14 kam ich nach Deutschland. Ich habe die Blinden- und Sehbehindertenschule in Hamburg besucht, hinterher meine Ausbildung zum Bürsteneinzieher absolviert und dann acht Jahre in der Arbeitsgemeinschaft blinder Handwerker in Lurup gearbeitet. Dann waren die Aufträge nicht so gut und ich habe mich umschulen lassen als Telekommunikationsoperator, war zwei Jahre arbeitslos und habe dann 2001 beim heutigen Gasnetz Hamburg begonnen.

Im Verwaltungsrat habe ich einen Kollegen, André Rabe, der gleichzeitig mein Arbeitskollege ist und früher mein Klassenkamerad war.

Ich bin seit 30 Jahren verheiratet, habe eine sehende Frau und drei erwachsene Kinder, zwei Söhne und eine Tochter, die alle im Berufsleben stehen, aber noch bei uns leben.

AM: Ganz herzlichen Dank, Herr Keles, wir haben viele interessante Sachen über Sie erfahren und freuen uns auf ihre Mitarbeit im Verwaltungsrat.

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Kommentar von André Rabe | 06.07.2018

... vertärkt ..., nein, aber vertritt ... schon eher.