Ingrid Körner ist neue Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen

18.07.2011 (Kommentare: 0)

Der Senat hat Ingrid Körner für die laufende Legislaturperiode zur Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen bestellt. Die 64-Jährige hat ihr Amt am 6. Juli 2011 angetreten. Sie folgte auf Antje Blumenthal, die das Amt der Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen seit September 2009 inne hatte.

"Mit Ingrid Körner konnten wir eine ausgewiesene Fachfrau gewinnen. Ich bin sehr froh, dass sie der Bitte des Senates nachkommt und in den kommenden vier Jahren die Interessen der Hamburgerinnen und Hamburger mit Behinderung vertreten wird", so Sozialsenator Detlef Scheele. "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Frau Körner und wünsche ihr für ihre neue Aufgabe viel Erfolg", so Senator Scheele, der dem Senat vorgeschlagen hatte, die auch international gut vernetzte Expertin zu bestellen. "Bei ihrer Vorgängerin Antje Blumenthal bedanke ich mich für die Arbeit in der vergangenen Legislaturperiode. Sie hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass Hamburg bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf einem guten Weg ist."

"Ich freue mich auf diese neue ehrenamtliche Aufgabe", so Ingrid Körner. "Die UN Behindertenrechtskonvention bietet dafür meine Leitlinie: Inklusion. Ihre Umsetzung bedeutet einfach ausgedrückt nicht weniger, als dass behinderte Menschen in allen Bereichen von Anfang an ‚mitgedacht’ werden müssen, ob nun im Wohnungsbau, beim Verkehr, in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen, bei öffentlichen und auch privaten Unternehmen um nur einige Beispiele zu nennen."

Ingrid Körner war bis 1981 als Studienrätin im Hamburger Schuldienst tätig. Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung als Mutter einer Tochter mit Down Syndrom engagiert sie sich seit rund 30 Jahren für Menschen mit Behinderungen. So hat sie 1986 die Landesarbeitsgemeinschaft Eltern für Integration e.V. in Hamburg mitbegründet. Mehr als 20 Jahre arbeitet sie im Bundesvorstand eines bundesweit aktiven Selbsthilfeverbandes und Trägers von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, davon zwölf Jahre als stellvertretende Bundesvorsitzende.

Auch auf internationaler Ebene setzt sich Ingrid Körner für die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen ein. So ist sie seit 1990 Vorstandsmitglied bei Inclusion Europe, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Rechte und Interessen von Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Familien in ganz Europa einsetzt. Die Europäische Kommission unterstützt Inclusion Europe.

(Quelle: Pressemitteilung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration vom 5. Juli 2011)

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