Deutscher Hörfilmpreis 2009 geht an RBB-Tatort und "Novemberkind"

24.03.2009 (Kommentare: 0)

im Rahmen einer glanzvollen Gala hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) am Donnerstagabend in Berlin zum siebten Mal den Deutschen Hörfilmpreis verliehen. Um der Rekordzahl von elf Nominierungen gerecht zu werden, wurde die Auszeichnung in diesem Jahr erstmals in zwei Kategorien vergeben.

Bei den TV-Produktionen setzte sich die Hörfilmfassung der Tatort-Folge "Blinder Glaube" des RBB durch. Die neue Schirmherrin des Events, Christine Neubauer, überreichte den Preis an die TV-Kommissare Boris Aljinovic und Dominic Raacke, Regisseur Jürgen Bretzinger, Hauptdarstellerin Anne Kanis sowie die Filmbeschreiberinnen Katja Herzke und Evelyn Sallam.

Als beste Hörfilmproduktion in der Kategorie "Spielfilm/Kino" wurde das deutsche Drama "Novemberkind" ausgezeichnet. Schauspielerin Hannelore Hoger hielt die Laudatio und überreichte den Preis an Carl Bergengruen, Fernsehfilmchef des einreichenden Senders Südwestrundfunk, Regisseur Christian Schwochow, Hauptdarstellerin Anna Maria Mühe und Filmbeschreiberin Uta Borchert.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung ging der Ehrenpreis der Jury an Mario Adorf für seine Verdienste als Schirmherr des Deutschen Hörfilmpreises. Anschließend präsentierte der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit offiziell die neue Schirmherrin des Events, Christine Neubauer. Die beliebte Schauspielerin möchte durch ihre Bekanntheit dazu beitragen, Hörfilme verstärkt in der deutschen Medienlandschaft zu etablieren. Schauspieler Heinz Hoenig überreichte schließlich einen Sonderpreis der Jury an Hela Michalski für ihr langjähriges Engagement als Hörfilmbeauftragte des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein.

Verantwortlich für die Auswahl der diesjährigen Gewinner des Deutschen Hörfilmpreises war eine prominent besetzte Jury, zu der unter anderem die Filmproduzentin Prof. Regina Ziegler, die Schauspielerin Brigitte Grothum sowie Christiane von Wahlert, Geschäftsführerin der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V., gehörten.

Durch den Abend führte TV-Journalistin Frauke Ludowig, die mehr als 450 Gäste aus den Bereichen Politik, Kultur, Medien und Showbusiness begrüßen konnte. Darunter unter anderem: Hans-Joachim Otto, Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages, Eva Habermann, Nadine Warmuth, Maike von Bremen, Anastasia Zampounidis, Andrea Kempter, Susanne Juhnke, Maren Gilzer, Kerstin Linnartz, Tobias Schenke, Jochen Schropp und Michel Friedmann. Musikalische Glanzlichter wurden durch Joy Denalane gesetzt, die live zwei ihrer Songs präsentierte.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt der Verband besonders gelungene Hörfilmproduktionen, aber auch Persönlichkeiten und Institutionen für ihr Engagement im Bereich Hörfilm.

Hauptsponsor war bereits zum vierten Mal Pfizer Deutschland. Der forschende Arzneimittelhersteller engagiert sich mit mehreren Projekten für Menschen mit Behinderungen. Weitere Sponsoren und Partner waren unter anderem die Deutsche Bank AG, die Aktion Mensch, die Herbert-Funke-Stiftung, die Paul und Charlotte Kniese Stiftung, das Blindenhilfswerk Berlin, die Blindenstiftung Deutschland, Briganti-Catering, das Hotel Concorde Berlin, Remy Martin, die Skoda Auto Deutschland GmbH, L'OCCITANE En Provence und Flores Y Amores.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer zusätzlichen Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

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