Koalitionsverhandlungen in Berlin: Höchste Zeit, dass die GroKo die behinderten Menschen entdeckt

22.01.2018 (Kommentare: 0)

Noch in dieser Woche sollen die Koalitionsverhandlungen von SPD und Union beginnen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) kritisiert, dass bei den Sondierungen ein wichtiger Themenkomplex unter den Tisch gefallen ist: "Das Konsenspapier, das nun die Basis für die weiteren Verhandlungen darstellt, ist ein behindertenpolitisches Vakuum - Menschen mit Behinderungen kommen darin quasi nicht vor", stellt DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke fest.

Dabei mangelt es nicht an drängenden Aufgaben für die Politik:

  • Bei der rasant fortschreitenden Digitalisierung muss Barrierefreiheit zum Standard werden, damit insbesondere blinde und sehbehinderte Menschen nicht abgehängt werden.
  • Das Gleichbehandlungsgesetz muss zu einem schlagkräftigen Werkzeug gegen die Diskriminierung behinderter Menschen weiterentwickelt werden.
  • Die Chancen auf Teilhabe am Arbeitsmarkt sind dringend zu verbessern.

Der DBSV fordert, dass die brennenden Probleme behinderter Menschen nun im Koalitionsvertrag angegangen werden. "Die Parteien müssen jetzt liefern", bringt Bethke es auf den Punkt. Die Forderungen des DBSV zur Bundestagswahl unter:
www.dbsv.org/aktuell/erklaerung-zur-bundestagswahl-2017.html

Das Forderungspapier des Deutschen Behindertenrates an CDU, CSU und SPD unter:
www.deutscher-behindertenrat.de/ID211550

Quelle: DBSV-Direkt

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