Haltestelle Mundsburg nach barrierefreiem Umbau eröffnet

12.03.2015 (Kommentare: 0)

Karsten Warnke (links) mit Vertretern von Hochbahn, Bezirksamt und Denkmalschutzamt bei der Eröffnung der Haltestelle Mundsburg
Karsten Warnke (l.), 2. Vorsitzender des BSVH, bei der Eröffnung der Haltestelle Mundsburg

Sie war einer der anspruchsvolleren Fälle auf dem Weg zum barrierierefreien Ausbau des Hamburger U-Bahn-Systems, jetzt sind die Herausforderungen gemeistert: Die über 100 Jahre alte denkmalgeschützte U3-Haltestelle Mundsburg ist als 15. Haltestelle im Rahmen des beschleunigten barrierefreien Ausbauprogramms seit heute barrierefrei. Karsten Warnke, 2. Vorsitzender des BSVH hielt anlässlich der Eröffnung ein Grußwort.

"Wir Fahrgäste profitieren alle von der Barrierefreiheit im Öffentlichen Nahverkehr," erklärt Karsten Warnke. "Denn Barrierefreiheit ist keine Sonderforderung von Exoten. Längst hat sich herumgesprochen, dass zum Beispiel Aufzüge nicht nur Fahrgästen im Rollstuhl, sondern auch Fahrgästen mit schwerem Gepäck und mit Kinderwagen Vorteile bringen. Barrierefreiheit kommt unmittelbar 30 Prozent aller Fahrgäste zugute und steigert insgesamt die Attraktivität des ÖPNVs." Eine wichtige Bereicherung auf der Uhlenhorst mit ihren Rehazentren, Ärzten, Senioreneinrichtungen und Einkaufsmöglichkeiten: Zwei Glasaufzüge außerhalb des Gebäudes ermöglichen mobilitätseingeschränkten Menschen ebenso wie älteren Fahrgästen und Familien mit Kindern einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen. Zum Umbau gehört außerdem die Installation eines Blindenleitsystems sowie die Erhöhung der Bahnsteige für einen niveauausgleichenden Einstieg – dieser hatte die Planer der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) vor Herausforderungen gestellt.

Erhöhtes Tempo beim barrierefreien Ausbau

Die HOCHBAHN macht weiter Tempo beim barrierefreien Ausbau: Aktuell wird parallel an den Standorten Legienstraße, Rauhes Haus, Hallerstraße und Ochsenzoll gebaut. Am Stephansplatz starten die Arbeiten diesen Sommer. Zum Ende der Phase I sollen damit insgesamt 57 U-Bahn-Haltestellen barrierefrei zugänglich sein, das entspricht 63 Prozent im U-Bahn-Netz. Ab 2016 folgt Phase II des Großprojekts. Dafür stellen die Planer der HOCHBAHN bis Ende dieses Jahres die Machbarkeitsstudien fertig. „Die Verfünffachung des Tempos beim barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestellen seit 2011 ist eine beachtliche Leistung. Mit dem Programm zur Beschleunigung des barrierefreien Ausbaus von U-Bahn-Haltestellen wird eine wichtige Forderung der Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen und des BSVH erfüllt. Besonders erfreulich ist, dass die Interessenvertretungen der mobilitätsbeeinträchtigten Fahrgäste partnerschaftlich in die Planungen der HOCHBAHN einbezogen werden“, stellte Karsten Warnke fest.

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