Generalversammlung des BSVH – Verein öffnet sich für Augenpatienten und räumt Förderern mehr Rechte ein

24.04.2018 (Kommentare: 0)

Am Samstag, den 21. April fand die diesjährige Generalversammlung des BSVH statt. Neben Tätigkeitsbericht und Finanzplanung stand als besonders wichtiger Tagesordnungspunkt der Vorschlag des Vorstands für weitreichende Veränderungen der Vereinssatzung auf der Agenda. Hierbei wurden neben notwendigen steuerrechtlichen Anpassungen auch Veränderungen beschlossen, die das Selbstverständnis des BSVH als Selbsthilfeorganisation betreffen. Für Vorstand und Verwaltungsrat waren außerdem insgesamt drei Posten neu zu besetzen.

Nach der neuen Satzung ist es nun auch Patienten möglich, ordentliches Mitglied im BSVH zu werden, deren Augenerkrankung zu einer Sehbehinderung oder Erblindung führen kann. Dieser Zielgruppe stehen damit wichtige Beratungs- und Unterstützungsleistungen offen, um ihre Krankheit besser zu bewältigen. Auch die Rechte fördernder Mitglieder – meist sehende Ehepartner oder Verwandte von Betroffenen – wurden gestärkt. Sie sind nun wahlberechtigt, können allerdings weiterhin nicht selbst in ein Gremium des Vereins gewählt werden. Eine Aktualisierung des Vereinszwecks war ebenfalls erforderlich. Die Aufgaben wurden an den heute üblichen Sprachgebrauch angepasst und die Begriffe Barrierefreiheit und Inklusion ebenso aufgenommen wie der Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention. Der entsprechende Abschnitt wurde grundsätzlich überarbeitet und umfassend ergänzt. Außerdem erfolgten wichtige Anpassungen an die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mustersatzung. „Es war ein wichtiger und zeitgemäßer Schritt, den Verein für weitere Ratsuchende zu öffnen“, zeigt sich die 1. Vorsitzende, Angelika Antefuhr nach der Sitzung zufrieden. „Menschen, die von einer Seheinschränkung betroffen sind, haben auch viele Sorgen und Nöte. Wir möchten auch ihnen im BSVH mit Rat und Tat und einem hilfreichen Austausch mit Gleichbetroffenen zur Verfügung stehen.“

Antefuhr bedauert jedoch, dass ein zentraler Punkt der Satzungsreform nicht von den Mitgliedern angenommen wurde. Der Vorschlag, in Zukunft an Wahlen auch per Briefwahl teilnehmen zu können, erreichte nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit. „Wir wollten insbesondere älteren, weniger mobilen Mitgliedern damit die Möglichkeit geben, sich auch an den demokratischen Prozessen des Vereins zu beteiligen und ihre Interessen besser vertreten zu können“, so die 1. Vorsitzende. „Es ist sehr schade, dass dieser Vorschlag nicht im ausreichenden Maß unterstützt wurde.“

Neue Mitglieder in Vorstand und Verwaltungsrat

Nach dem Ausscheiden von Karsten Warnke aus dem Vorstand war seine Position des Beisitzers neu zu besetzen. Hierzu hatte der Vorstand den drittplatzierten der letzten Vorstandswahl, Riko Zellmer, berufen. Zellmer wechselte damit aus dem Verwaltungsrat in den Vorstand und wurde von der Generalversammlung in seiner neuen Funktion bestätigt. Anschließend hatten die Mitglieder zwei Vertreter für den Verwaltungsrat zu wählen. Clemens Gojowczyk, der bereits Mitglied im Gremium war, stellte sich wieder zur Verfügung und wurde in Abwesenheit bestätigt. Für die zweite Position stellten sich Heike Ackermann und Mustafa Keles zur Wahl. Hier setzte sich Mustafa Keles durch, der nun erstmals einen Sitz in einem Gremium des BSVH einnimmt.

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