Barrierefreies Rathaus – Heiko Kunert als Experte bei Anhörung der Bürgerschaft

20.12.2012 (Kommentare: 0)

„Barrierefreies Rathaus – ein Ort für alle“ – Zu diesem Thema lud der Sozialausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft am Dienstag, den 18. Dezember 2012, den designierten Geschäftsführer des BSVH, Heiko Kunert, zu einer Expertenanhörung ein. Anwesend waren neben den Vertretern der Bürgerschaft u.A. die beteiligten Architekten sowie Klaus Becker, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft behinderter Menschen und die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen, Ingrid Körner.

Heiko Kunert, der als Experte die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen in Hamburg vertrat, machte in seinem Eingangsstatement deutlich, dass sich Barrierefreiheit nicht nur auf den Abbau sichtbarer Hürden beschränken darf, sondern auch den Zugang für blinde und sehbehinderte Menschen berücksichtigen muss. Dies betreffe beispielsweise eine kontrastreiche Gestaltung, die Schaffung einer Wegeleitung, die Produktion von Unterlagen in Braille- oder Audiofassung sowie eine spezielle Schulung des Rathauspersonals. Heiko Kunert verwies hierbei auf den Maßnahmenkatalog, den die Kommission „Barrierefreies Rathaus“ bereits im Jahr 2010 erarbeitet und der Bürgerschaft vorgelegt hatte.

Ergebnis der Anhörung: Die vorgestellten Maßnahmen werden nach Prioritäten überprüft und in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen kategorisiert. Eine Arbeitsgruppe des Sozialausschusses wird im kommenden Jahr mit der Umsetzung erster Schritte beginnen. In diesen Prozess sollen die Vertreter der Menschen mit Behinderung kontinuierlich eingebunden werden.

„Es ist positiv, dass der BSVH als Experte zum Thema barrierefreies Rathaus wahrgenommen wird“, erklärt Heiko Kunert. „Dies liegt an unserem großen politischen Engagement der letzten Jahre. Dass Menschen mit Behinderung in die inhaltliche Planung und das politische Verfahren von Anfang an eingebunden werden, ist ein vorbildlicher Ausdruck von Inklusion“. Kunert bedauert jedoch, dass sich die Realisierung des Projekts bisher sehr langsam gestaltet und hofft, dass mit der Sitzung vom vergangenen Dienstag neuer Schwung in die Umsetzung gekommen ist. „Der BSVH steht weiterhin als Ansprechpartner für Hamburgs Politik zur Verfügung,“ so Heiko Kunert abschließend.

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