Deutscher Hörfilmpreis 2015: Zwölf nominierte Filme stehen für Qualität im „Hörfilm-Boom“

18.12.2014 (Kommentare: 0)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) hat heute die Nominierungen für die Verleihung des Deutschen Hörfilmpreises am 17. März 2015 bekannt gegeben. In den vergangenen 13 Jahren hat das Event immer wieder auf die Bedeutung barrierefreier Filme hingewiesen und so maßgeblich dazu beigetragen, dass inzwischen jährlich rund 100 Kinofilme mit einer Hörfilmfassung auf den deutschen Markt kommen. Angesichts der rasanten Entwicklung darf die Qualität der Hörfilme nicht auf der Strecke bleiben. Die folgenden zwölf Produktionen aus den Kategorien Kino und TV überzeugen durch ihre hochwertigen Bildbeschreibungen und gehen ins Rennen um die begehrte Auszeichnung für den besten Hörfilm des Jahres:

Kategorie Kino

  • Auf das Leben (Deutschland 2014, Regie: Uwe Janson), eingereicht von CCC Filmkunst
  • Auge in Auge (Deutschland 2008, Regie: Michael Althen, Hans Helmut Prinzler), eingereicht von Absolut Medien
  • Dessau Dancers (Deutschland 2014, Regie: Jan Martin Scharf), eingereicht von Boogiefilm
  • Fack Ju Göhte (Deutschland 2013, Regie: Bora Dagtekin), eingereicht von Highlight Communications
  • Irre sind männlich (Deutschland 2014, Regie: Anno Saul), eingereicht von Constantin Film Verleih
  • Phoenix (Deutschland 2014, Regie: Christian Petzold), eingereicht von Piffl Medien
  • Zwischen Welten (Deutschland 2014, Regie: Feo Aladag), eingereicht von Majestic Filmverleih

Kategorie TV

  • Die Auserwählten (Deutschland 2014, Regie: Christoph Röhl), eingereicht von WDR Mediagroup digital
  • Landauer – Der Präsident (Deutschland 2014, Regie: Hans Steinbichler), eingereicht vom Bayerischen Rundfunk
  • Ein blinder Held – die Liebe des Otto Weidt (Deutschland 2013, Regie: Kai Christiansen), eingereicht vom Norddeutschen Rundfunk
  • Polizeiruf 110 – Hexenjagd (Deutschland 2014, Regie: Angelina Maccarone), eingereicht vom Rundfunk Berlin-Brandenburg
  • Unsere Mütter, unsere Väter (Deutschland 2013, Regie: Philipp Kadelbach), eingereicht von ARTE

Die Preisträger werden im Rahmen der festlichen Preisverleihung am Dienstag, dem 17. März 2015, in Berlin im historischen Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden bekannt gegeben.

Die prominent besetzte Jury wird unter den nominierten Filmen die Preisträger auswählen. Wieder mit dabei sind die Schauspieler Eva Habermann und Roman Knizka sowie Filmredakteur Lars-Olav Beier (Der Spiegel) und Claudia Roth (Bundestagsvizepräsidentin).

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Bayer HealthCare Deutschland. Preisträger des 12. Deutschen Hörfilmpreises 2014 waren für ihre herausragenden Audiodeskriptionen die TV-Produktion „Blutgeld“ sowie der Kinospielfilm „3096 Tage“. Der begehrte Publikumspreis ging an die bayerische TV-Serie „Dahoam is Dahoam“.

Weitere Informationen unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Quelle: DBSV-direkt

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