BSVH im Gespräch mit CDU-Politikerin Franziska Grunwaldt

01.02.2016 (Kommentare: 0)

Die CDU-Sozialpolitikerin Franziska Grunwaldt (li.) lässt sich von Angelika Antefuhr und Heiko Kunert über die Arbeit des BSVH informieren
Franziska Grunwaldt (li.) mit den Vertretern des BSVH im LBC

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) führt die Gespräche mit den sozialpolitischen Vertretern der Bürgerschaftsparteien fort. Am vergangenen Dienstag begrüßten die 1. Vorsitzende des Vereins, Angelika Antefuhr und Geschäftsführer Heiko Kunert die Fachsprecherin für Soziales, Arbeit und Integration der CDU, Franziska Grunwaldt, im Louis-Braille-Center. Die Vertreter des BSVH informierten die Politikerin über die Arbeit des Vereins. Darüber hinaus standen die wichtigsten behindertenpolitischen Themen auf der Agenda. Hierbei bezogen sich Angelika Antefuhr und Heiko Kunert hauptsächlich auf die Antworten der CDU auf die Wahlprüfsteine, die der BSVH im Vorfeld der Bürgerschaftswahl im vergangenen Jahr allen Parteien gesendet hatte.

Die CDU hatte in ihrem Antwortschreiben auf die Wahlprüfsteine angekündigt, in der nun laufenden Legislaturperiode einen Antrag zu stellen, „der den Senat auffordert, den Rundfunkstaatsvertrag zu ändern, sodass das Hörfilmangebot des NDR ausgebaut wird“. Seit Jahren fordert der BSVH, gemeinsam mit den Verantwortlichen der anderen norddeutschen Blinden- und Sehbehindertenverbände, eine verbindliche Vereinbarung mit dem NDR zum Ausbau des Hörfilmprogramms. Franziska Grunwaldt bestätigte nun, dass ein solcher Antrag ihrer Fraktion in Bearbeitung sei und demnächst auf den Weg gebracht werde, was die Vertreter des BSVH erfreut zur Kenntnis nahmen. „Wir wünschen uns sehr, dass sich der NDR konkreter verpflichtet,“ erklärt Angelika Antefuhr. „Wir stehen der CDU für diesen Antrag selbstverständlich bei Fragen zur Verfügung“.

Mehr Teilhabe am Arbeitsmarkt

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war der Zugang blinder und sehbehinderter Menschen zum Arbeitsmarkt. Noch immer sind ca. ein Drittel der Betroffenen im erwerbsfähigen Alter arbeitslos. Dies liegt zum einen daran, dass viele Arbeitgeber keine Kenntnis darüber haben, dass es Fördermittel gibt und die benötigten Hilfsmittel für die Arbeitsplatzausstattung beantragt werden können. Unter bestimmten Umständen sind sogar Gehaltszuschüsse möglich. Heiko Kunert erklärt einen weiteren Grund für die Behinderungen am Arbeitsmarkt: „Blinde und sehbehinderte Menschen sind bei der Ausführung der Arbeit häufig auf Hilfsmittel angewiesen,“ so Kunert. „Meist dauert die Bewilligung dieser Hilfsmittel jedoch sehr lange. Wir erleben immer wieder Fälle, bei denen die Probezeit abgelaufen ist, bevor ein blinder oder sehbehinderter Arbeitnehmer seine Arbeit überhaupt richtig aufnehmen kann. Diesen dann weiter zu beschäftigen ist für den Arbeitgeber natürlich ein unkalkulierbares Risiko, vor dem viele zurückschrecken.“ Dieses Thema ist Franziska Grunwaldt sehr wichtig und sie verspricht, sich hier zu engagieren. "Als Fachsprecherin für den Bereich Arbeit und Soziales liegt es mir am Herzen, dass der Zugang zum ersten Arbeitsmarkt für blinde und sehbehinderte Menschen deutlich erleichtert wird“, sagt Grunwaldt. „Es ist unsere Aufgabe, sicherzustellen, dass umfangreiche Aufklärungsarbeit bei den Arbeitgebern und Arbeitsvermittlern geleistet wird, um mögliche Einstellungshemmnisse abzubauen. Bisher bleibt hier viel Potenzial ungenutzt - ein Verlust für beide Seiten!"

Zu den Wahlprüfsteinen der CDU.

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