BLISS – ein Wohnprojekt für Blinde, sehbehinderte und sehende Nachbarn in Hamburg

30.10.2013 (Kommentare: 1)

Logo des Wohnprojekts Bliss
Logo des Wohnprojekts Bliss

BLISS – das steht für das gemeinsame Wohnen von blinden, sehbehinderten und sehenden Menschen und ist laut Kenntnisstand der Initiatoren ein in Deutschland einzigartiges Wohnprojekt, das derzeit in Hamburg geplant wird.

Die Idee entstand im Frühsommer 2012 bei gemeinsamen Unternehmungen von Mitgliedern des Tandem Clubs Weiße Speiche Hamburg e.V. und des BSVH. Im Herbst desselben Jahres traf man sich erstmals zu einem gemeinsamen Planungsgespräch und im Frühjahr 2013 stand schon ein erstes Konzept.

Bezahlbares Wohnen in einer inklusiven Nachbarschaft

Das inklusive Projekt strebt bezahlbares Wohnen in einem Mehrparteienhaus mit Wohnungen in unterschiedlichen Größen an, in denen blinde, sehbehinderte und sehende Paare, Alleinstehende und Familien wohnen. Umgesetzt werden soll die Idee gemeinsam mit einer Baugenossenschaft. „Wir führen derzeit Gespräche mit verschiedenen Genossenschaften, aber auch mit der Hafen City GmbH“, erklärt Matthias Pusch, Mitglied der Lenkungsgruppe von BLISS hierzu. „Wir hoffen, bald konkreter in die Planung einsteigen zu können“.

Der Wunsch der Mitglieder des außergewöhnlichen Wohnprojekts: Ein generationenübergreifendes, freundschaftlich-nachbarschaftliches Umfeld für alle Beteiligten zu schaffen, in dem man sich gegenseitig unterstützt und hilft und durch die gemeinsame Benutzung von Fahrzeugen und Geräten eine bestmögliche Ressourcennutzung erzielt.

Auswahl des passenden Quartiers

Da das inklusive Projekt die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Mitglieder berücksichtigt, wird bei der Planung auf die speziellen Belange besonderer Wert gelegt. Barrierefreiheit, eine kontrastreiche und taktile Gestaltung der öffentlichen Bereiche sowie eine sehr gute ÖPNV-Anbindung und Nahversorgung des täglichen Bedarfs sind deshalb nur einige der wichtigen Kriterien bei der Auswahl des Standortes. „Derzeit stehen drei Quartiere in Hamburg zur Diskussion“, erklärt Matthias Pusch. „Das Pergolenviertel in Barmbek-Nord, die neue Mitte Altona und die Hafen City“.

Teil der Gemeinschaft werden

Die Gruppe besteht derzeit aus 18 Personen. Elf davon sind blind oder sehbehindert, davon drei Paare, was 15 Haushalten entspricht. Drei weitere Personen befinden sich derzeit im ca. drei Monate dauernden Aufnahmeverfahren. „Wir würden gerne noch junge Familien – sehr gerne mit sehbehinderten oder blinden Kindern in das Projekt aufnehmen“, sagt Matthias Pusch.

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Kommentar von betina muchow | 27.09.2018

hallo, ich interessiere mich für das wohnprojekt in Altona. ich arbeite selber bei den elbewerkstätten als gesundheits-und pflegeassistentin und betreue auch 3 blinde Männer. die arbeit macht mir viel spass und ich kann mir das leben in einem wohnprojekt gut vorstellen und habe auch lust auf soziales Engagement. ich habe noch einen sehr lieben alten Hund ,der sich gerne von allen streicheln lässt. über eine antwort würde ich mich freuen, mfg Tina muchow