Erstes Blindentorballturnier beim FC St. Pauli am 22. November 2008

19.11.2008 (Kommentare: 0)

Am 22. November wird beim FC St. Pauli der Louis-Braille-Cup ausgetragen. Eingeladen dazu sind 8 Mannschaften aus dem nord- und mitteldeutschen Raum.

2005 hat sich der FC St. Pauli von 1910 bereit erklärt, für die Hamburger Blindentorballer eine Torballabteilung zu gründen. Nach 3 Jahren haben sich die Torballer des Vereins nun etabliert und waren bereits zu vielen Turnieren bei befreundeten Mannschaften eingeladen.

Torball ist eine der wenigen Mannschaftssportarten, die von Blinden und Sehbehinderten gespielt werden kann. Die Spielerinnen und Spieler sind ausschließlich auf das Gehör angewiesen. Torball wird mit einem Ball, in dessen Innerem sich Glöckchen befinden, gespielt.

Seit 1994 wird das Louis-Braille-Turnier im Norden Deutschlands ausgetragen, welches vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg ins Leben gerufen wurde. Wir freuen uns besonders darüber, dass es uns gelungen ist, dieses Turnier nach sieben Jahren wieder nach Hamburg zu holen. Mit Mannschaften aus Berlin, Halle, Langenhagen, Borgsdorf, Magdeburg, Detmold und Wilhelmshaven haben wir ein interessantes Feld, bei dem um den begehrten Wanderpokal, vom Blinden und Sehbehindertenverein Hamburg gestiftet, gespielt wird. Besonderen Wert legen wir natürlich darauf, dass das Turnier auf St. Pauli ausgetragen wird.

Und so laden wir alle herzlich ein, die den Torballsport kennenlernen und erleben möchten, diese spannenden Spiele am Samstag, den 22. November 2008, ab 10 Uhr in der Sporthalle des Wirtschaftsgymnasiums in der Budapester Straße 58 zu verfolgen.

Was muss man sich unter Torball vorstellen?

Die Ohren ersetzen die Augen. Die Spielerinnen und Spieler sind ausschließlich auf das Gehör angewiesen. Da Blinde und Sehbehinderte zusammen spielen, tragen alle - wegen der Chancengleichheit - eine lichtundurchlässige Brille. Die drei Spieler jeder Mannschaft postieren sich im Mannschaftsraum vor dem Tor (7 m breit). Die Mannschaften befinden sich abwechselnd im Angriff und in der Abwehr. Gespielt wird mit einem Ball, in dessen Innerem sich Glöckchen befinden, damit die Bewegungen des Balles hörbar sind. Die angreifende Mannschaft versucht, den Ball mit der Hand ins gegnerische Tor zu werfen. Um den Ball abzuwehren, legen sich die Gegenspieler seitlich gestreckt auf den Boden. Sieger ist jene Mannschaft, die am Ende der Spielzeit (2 x 5 min) mehr Tore erzielen konnte.

Unsere Nachrichten als RSS-Feed

Zurück