Linken-Politikerin: "Weg von der Bevormundung - hin zur Selbstbestimmung"

29.02.2012 (Kommentare: 0)

Cansu Özdemir hat am 24. Februar das Louis-Braille-Center besucht. Sie ist Sprecherin für Soziales, Inklusion und Partizipation der Partei Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft. Themen des Gesprächs waren die schwierige Situation blinder und sehbehinderter Menschen auf dem Arbeitsmarkt und die fehlende Rechtssicherheit bei Rehabilitationsangeboten, die Lebenssituation blinder und sehbehinderter Migrantinnen und Migranten in Hamburg und die Barrieren im Rathaus und bei den Angeboten des NDR.

"Das interessante Gespräch mit Vertretern des BSVH hat mir noch einmal deutlich gemacht, dass die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dringender denn je ist", sagte Cansu Özdemir nach dem Treffen mit Hilding Kißler und Heiko Kunert. "Für die vollständige Umsetzung der Konvention ist die Partizipation von Menschen mit Behinderung unumgänglich. Auch genügend Ressourcen und Gelder müssen zur Verfügung gestellt werden." Der Linken-Politikerin zufolge müsse es heißen, weg von der Bevormundung - hin zur Selbstbestimmung und Selbstvertretung. Weiter sprach sie sich für mehr Chancengerechtigkeit und für den Abbau gesellschaftlicher Barrieren aus - auch in den Köpfen nicht behinderter Menschen. "Barrierefreie Zugänglichkeit fördert den solidarischen Zusammenhalt und stärkt die Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben", so die Sozialpolitikerin.

Der zweite Vorsitzende des BSVH, Hilding Kißler, sagte nach dem Gespräch: "Ich freue mich über das große Interesse von Frau Özdemir an unserer Arbeit und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft." Der BSVH werde weiterhin mit allen Parteien der Hamburgischen Bürgerschaft sprechen. Kißler: "Blinde und sehbehinderte Menschen gehören in die Mitte der Gesellschaft. Dafür setzt sich der BSVH gegenüber der Politik engagiert ein."

(Heiko Kunert)

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