Bescheide in barrierefreier Form - ein Erfahrungsbericht

21.02.2011 (Kommentare: 0)

Sehbehinderte und blinde Menschen haben das Recht auf barrierefreie Bescheide von Ämtern und Behörden. Das BSVH-Mitglied Andre Rabe berichtet über seine Erfahrungen beim Beantragen.

Seit längerem haben blinde und sehbehinderte Menschen das Recht, Schriftstücke von Hamburger Behörden in barrierefreier Form zu bekommen.

Vor zwei oder drei Jahren habe ich mit einem einfachen Schreiben mein Ortsamt Billstedt, von dem ich die Blindengeldbescheide erhalte, angeschrieben, und sie aufgefordert mir zukünftig die Schreiben in Blindenkurzschrift zu zusenden. Es hat etwa 3 Wochen gedauert bis ich die erste Reaktion erhielt. Dort wurde dann aber gleich gefragt, ob ich das Dokument in Voll- oder Kurzschrift bekommen möchte.

Als ich letzten Oktober nun meinen Steuerbescheid auf den Scanner gelegt hatte und mich über die schlechte Lesbarkeit der Zahlen und deren Zuordnung ärgerte, fiel mir wieder unser Recht auf Barrierefreiheit ein. Also habe ich den Brief in Word verfasst mit der Bitte um Zusendung der Steuerbescheide in Blindenkurzschrift und ans Finanzamt Hamburg Hansa geschickt. Nach eineinhalb Wochen bekam ich einen Anruf, ob ich den Steuerbescheid auch im Word-Dokument bekommen möchte. Diese Variante habe ich gerne angenommen und etwas über eine Woche später lag die CD mit meinem Steuerbescheid als Worddokument im Briefkasten.

Sie merken, es ist nicht kompliziert, Bescheide in einer für uns zugänglichen Form zu erhalten. Man muss nur die Scheu ablegen, diese anzufordern. Machen Sie Gebrauch von dieser Möglichkeit!

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