Makuladegeneration: US-Studie zeigt gleiche Resultate für Avastin und Lucentis

16.05.2011 (Kommentare: 0)

Eine Amerikanische Studie zeigt gleich gute Ergebnisse für die Wirkstoffe in den Medikamenten Lucentis und Avastin in der Behandlung der feuchten Makuladegeneration. Das geht aus einer Mitteilung der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft (DOG) vom 4. Mai hervor. Die vom staatlichen amerikanischen National Eye Institute geförderte Studie zeige:

1. Das chemisch ähnliche und viel preiswertere Medikament Avastin, das in Deutschland nur für die Krebsbehandlung zugelassen ist, zeigt bei der Sehschärfe gleich gute Ergebnisse wie Lucentis.

2. Die in den Zulassungsstudien für Lucentis verwendete monatliche operative Eingabe des Medikamentes ist bei den meisten Patienten nicht erforderlich. Mit Wiederholungs-Injektionen nur bei bestimmten Befunden lassen sich ähnlich gute Ergebnisse erzielen. Dabei sind konsequent monatliche Untersuchungen des Augenhintergrundes und mit der optischen Cohärenz Tomographie besonders wichtig.

Besonders brisant sind die Ergebnisse der Studie, weil die Medikamentenkosten für eine Injektion mit Lucentis mit 1285,90 € (Apothekenverkaufspreis) ca. 15 bis 20 mal so hoch sind wie für eine Injektion mit Avastin. Bei mehreren 100.000 Medikamenteneingaben ins Auge in Deutschland pro Jahr ergeben sich erhebliche Unterschiede in den Kosten für die Krankenkassen. Beide Medikamente sind von der gleichen Firma in den USA für unterschiedliche Indikationen entwickelt worden, aber nur für Lucentis hat man die Zulassung für die AMD-Therapie beantragt und diese besteht in Europa seit 2007.

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