Auszug der Ausstellung über Brailleschrift mit Lesungen in der Bücherhalle Wandsbek

17.11.2015 (Kommentare: 0)

Die Bücherhalle Wandsbek zeigt ab heute bis zum 5. Dezember 2015 in Kooperation mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. einen Auszug der Ausstellung "Louis Braille - Gutenberg der blinden Menschen". Sie informiert über die Entwicklung der Braille-Schrift und erklärt, warum die einfache und geniale Erfindung des Louis Braille heute weltweit Standard ist. Begleitend zur Ausstellung findet am 25. November um 18:00 eine öffentliche Lesung in Punktschrift statt. Die Lesung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Adresse und Öffnungszeiten

Bücherhalle Wandsbek
Wandsbeker Allee 64
22041 Hamburg

Anfahrt mit dem ÖPNV: U1 Wandsbek Markt oder Busbahnhof Wandsbek Markt. Auf der Wandsbeker Marktstrasse Richtung Kreuzung, links in die Wandsbeker Allee abbiegen. Gehzeit etwa 3 Minuten.

Montag: Ruhetag
Dienstag: 11 Uhr bis 19 Uhr
Mittwoch: 11 Uhr bis 18 Uhr
Donnerstag: 11 Uhr bis 19 Uhr
Freitag: 11 Uhr bis 18 Uhr
Samstag: 10 Uhr bis 14 Uhr

Entwicklung der Braille-Schrift

Louis Braille ist erst drei Jahre alt, als er sich beim Spielen mit einer Ahle am Auge verletzt. Beide Augen entzünden sich und zwei Jahre später erblindet er. Als Zehnjähriger bekommt Louis ein Stipendium für das "Institut für junge Blinde" in Paris. Hier wird die sogenannte „Nachtschrift“ gelehrt. Der Offizier Charles Barbier de la Serre hatte aus 12 gestanzten Punkten einen abstrakten Zeichensatz entwickelt, der zur heimlichen Übermittlung von Kriegsnachrichten in der Nacht gedacht war. Doch das umständliche Abtasten von Barbiers 12 Punkten von oben nach unten macht das Lesen zu schwierig. Louis Braille reduziert die Grundform auf sechs Punkte und bereits 1825 im Alter von 16 Jahren hat er sein Alphabet fertig gestellt. Die entstandenen Zeichen sind für blinde Menschen leicht lesbar. Auch das Schreiben gelingt mit Tafel und Stichel mühelos.

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