Ausstellung zur Braille-Schrift macht Station in Harburg

08.01.2016 (Kommentare: 0)

Die Ausstellung „Louis Braille – Gutenberg der blinden Menschen“ des BSVH gastiert derzeit in der Bücherhalle Harburg. Bis zum 25. Februar können sich interessierte Besucher dort über die Entwicklung und die Besonderheiten der Brailleschrift informieren und verschiedene Blindenschriften ertasten. Konzipiert wurde die Ausstellung 2014 in Zusammenarbeit mit dem Museum der Arbeit. Dank der Unterstützung der Stiftung Centralbibliothek für Blinde werden außerdem zahlreiche moderne Blindenschriftbücher gezeigt.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 11 Uhr bis 19 Uhr sowie samstags von 10 Uhr bis 14 in der Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, 21073 Hamburg zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Entwicklung der Braille-Schrift

Louis Braille ist erst drei Jahre alt, als er sich beim Spielen mit einer Ahle am Auge verletzt. Beide Augen entzünden sich und zwei Jahre später erblindet er. Als Zehnjähriger bekommt Louis ein Stipendium für das "Institut für junge Blinde" in Paris. Hier wird die sogenannte „Nachtschrift“ gelehrt. Der Offizier Charles Barbier de la Serre hatte aus 12 gestanzten Punkten einen abstrakten Zeichensatz entwickelt, der zur heimlichen Übermittlung von Kriegsnachrichten in der Nacht gedacht war. Doch das umständliche Abtasten von Barbiers 12 Punkten von oben nach unten macht das Lesen zu schwierig. Louis Braille reduziert die Grundform auf sechs Punkte und bereits 1825 im Alter von 16 Jahren hat er sein Alphabet fertig gestellt. Die entstandenen Zeichen sind für blinde Menschen leicht lesbar. Auch das Schreiben gelingt mit Tafel und Stichel mühelos.

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