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Shared Space in Hamburg: Fünf Flächen stehen fest
Hamburgs Stadtenwicklungsbehörde hat am 12. Februar angekündigt, dass Die Lange Reihe in St.Georg, die Osterstraße in Eimsbüttel, die Bahrenfelder Straße in Ottensen, der Weidenbaumsweg in Bergedorf und die Tangstedter Landstraße in Langenhorn zu so genannten Gemeinschaftsstraßen umgewandelt werden sollen.
In den vom Hamburger Senat geplanten so genannten Gemeinschaftsstraßen sollen sich Fußgänger, Auto-, LKW- und Busfahrer per Blickkontakt verständigen. Das ist für sehbehinderte und blinde Menschen nicht möglich. Es gibt eine große Unsicherheit bei den Betroffenen. Um sich orientieren zu können, brauchen sie eine klare Verkehrsführung, Ampeln, Bordsteinkanten und verlässliche Regeln. All das fällt im Shared Space weg.
In Hamburg leben über 40.000 sehbehinderte und rund 3000 blinde Menschen. 40% von ihnen sind 80 Jahre und älter. Die allermeisten von ihnen werden die Flächen meiden, aus Angst. Damit wird der Name „Gemeinschaftsstraße“ absurd. „Statt die Gemeinschaft zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen zu fördern, wird strukturell ausgegrenzt. Das Konzept Shared Space passt nicht in eine Zeit, in der Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umsetzen muss. Einerseits hat sich der Hamburger Senat die Inklusion auf die Fahne geschrieben, zum Beispiel im Schulwesen, andererseits setzt er mit Shared Space das falsche Signal.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Infoseite zum Thema Shared Space
Weiterführende Informationen
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