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Punktschrift lesen und schreiben
Wenn Ihnen das Lesen großer Schriften oder am Bildschirmlesegerät schwer fällt, warum nicht die Finger lesen lassen?

Das geht tatsächlich, denn dank Louis Braille gibt es seit 175 Jahren eine Punktschrift, die weltweit verbreitet ist und überwiegend von blinden Menschen genutzt wird. Mit bis zu 6 Punkten, die gut tastbar sind, können alle Buchstaben dargestellt werden, auch Zahlen und andere Zeichen. Das System ist relativ einfach, denn wenn Sie die ersten 10 Zeichen kennen, ergeben sich alle anderen - fast - von allein.
Telefonnummern und kurze Nachrichten sind schnell mit einer kleinen Prägetafel oder Punktschriftmaschine notiert. Wichtige Dinge im Haushalt wie Konservendosen, Gewürze, Medikamente usw. lassen sich mit einem Punktschrift-Dymoband eindeutig kennzeichnen. (Übrigens: Zukünftig müssen alle Medikamentenpackungen mit Punktschrift versehen werden.)
Und wenn Sie dann als Alternative zum Hörbuch mal wieder einen Roman lesen wollen, mit einiger Übung schaffen Sie es, ganze Bücher, die in der Centralbibliothek auszuleihen sind, zu lesen. Aber erschrecken Sie nicht, denn die Punktschrift braucht viel Platz und entsprechend umfangreich sind die Büchersendungen. Übrigens: Zum Lesen am PC gibt es Braillezeilen mit diesen Punkten, können Sie in der Hilfsmittelausstellung ausprobieren. Wichtige Dokumente und unsere Vereinszeitung erstellen wir hausintern mit einem schnellen Punktschriftdrucker. Hier übersetzen" wir auch von Ihnen gewünschte Unterlagen in die "Schrift zum Tasten".
Wollen Sie mehr wissen? Rufen Sie einfach in der Geschäftsstelle (040 209 404-0) an. Wir melden uns dann bei Ihnen und besprechen alles Weitere.
Weiterführende Informationen
Die Blindenschrift
Das Louis Braille im Jahre 1825 sechs Punkte ausreichten, um die tastbare Blindenschrift zu entwickeln, ist genial. Heute ist die Baille-Schrift weltweit verbreitet und auch im Computerzeitalter keineswegs unmodern.

